Eine rasche Einigung mit dem Iran soll möglich sein - allerdings ist dies lediglich die Einschätzung des US-Präsidenten, der am Vortag gleichzeitig Iran mit weiteren Bomben gedroht hatte. Der Iran seinerseits hat Berichte über eine bevorstehende Einigung als überzogen zurückgewiesen. In US-Medien wurde in der Folge berichtet, dass der Iran seine Antwort auf einen Lösungsvorschlag voraussichtlich am (heutigen) Donnerstag den pakistanischen Vermittlern übergeben wolle. «Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben», warnt denn auch die Onlinebank Swissquote in einer Markteinschätzung vor zu grossen Erwartungen.
Der SMI notiert um 9.15 Uhr 0,31 Prozent höher bei 13'324,31 Punkten. Der SMIM für die mittelgrossen Werte legt 0,20 Prozent auf 3056,58 Punkte zu und der breite SPI 0,27 Prozent auf 18'877,98 Punkte. Von den 20 SMI-Titeln legen 24 zu und 6 geben nach.
Der Erdölpreis als wichtiger Stimmungsindikator hat zwar nach seinem Zwischentief vom Vortag bei unter 98 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent wieder etwas zugelegt. Bei derzeit rund 101 Dollar notiert er aber noch immer klar tiefer als Ende letzter Woche, als knapp 115 Dollar dafür bezahlt wurden.
Swiss Re nach Zahlen am Tabellenende
Swiss Re (-4,3 Prozent) stehen nach der Publikation der Erstquartalszahlen am Ende der SMI-Tabelle. Der Rückversicherungskonzern hat mit seinen am Morgen vorgelegten Erstquartalszahlen die Erwartungen am Markt beim Reingewinn deutlich übertroffen, lag aber beim Umsatz unter den Erwartungen. Die Gewinne des Vortages von knapp 3 Prozent lösen sich damit wieder in Luft auf.
Auch Swisscom (-0,2 Prozent) geben nach Zahlen nach, allerdings wesentlich moderater. Die Zahlen des Telekommunikationskonzerns sind gemischt ausgefallen. Während Swisscom beim operativen Gewinn die Analystenerwartungen übertraf, blieb das Unternehmen sowohl beim Reingewinn als auch beim Umsatz hinter den Prognosen zurück.
Gut gesucht sind hingegen Logitech (+2,7 Prozent), Richemont (+2,1 Prozent), Geberit (+1,6 Prozent) oder Holcim (+1,1 Prozent), allesamt gestützt von den mit einem allfälligen Kriegsende verbundenen Konjunkturhoffnungen.
Im breiten Markt fallen jeweils nach Zahlen Valiant Zahlen um 4,9 Prozent zurück, wogegen Avolta (+1,9 Prozent) anziehen.
cf/rw
(AWP)
