Im Hintergrund bleibt der Iran-Krieg ein Unsicherheitsfaktor. Trotz der Waffenruhe gab es über Nacht wieder gegenseitige Angriffe. Dennoch blieb der Ölpreis am Morgen für die Sorte Brent mit gut 92 US-Dollar klar unter der Marke von 100 Dollar. Laut Händlern positionieren sich Anleger derzeit eher auf der vorsichtigen Seite, was auch für den Schweizer Markt spreche. Am Nachmittag rücken dann die US-Inflationsdaten für Mai und deren Auswirkungen auf die Zinserwartungen in den Blick.
SMI hält sich gut
Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.20 Uhr 0,59 Prozent hinzu auf 13'434,59 Punkte. Die Gewinner sind dabei den Verlierern klar überlegen. Der SMIM der mittelgrossen Werte steigt um 0,56 Prozent auf 3008,81 Punkte, während der breite SPI um 0,61 Prozent auf 18'997,83 Punkte zulegt.
Die Kursgewinne ziehen sich durch verschiedene Branchen. An der Indexspitze legen Amrize (+1,7 Prozent) zu. Händler verweisen auf freundliche US-Vorgaben. Dahinter folgen die Schwergewichten Nestlé (+1,4 Prozent), Roche (+1,4 Prozent) und mit etwas Abstand Novartis (+0,9 Prozent). Mit Zurich (+1,2 Prozent) und Swiss Re (+1,1 Prozent) ist auch der Versicherungssektor vertreten. Schlusslicht sind UBS (-1,8 Prozent).
Trotz der jüngsten Tech-Schwäche in den USA legen hierzulande VAT?, Inficon und Comet dank einer positiven Studie der UBS um bis zu 4,4 Prozent zu. Die Experten erhöhen ihre Prognosen für die Investitionen der Chipindustrie in Produktionsanlagen deutlich und davon dürften diese drei Zulieferer profitieren.
Centiel (+21,4 Prozent) springen hoch, nachdem das Unternehmen einen Partner für den US-Datacenter-Markt gefunden hat.
dm/hr
(AWP)
