Zinsängste, die Auflösung hoch gehebelter Positionen und Gewinnmitnahmen trieben die Investoren in die Flucht, kommentiert ein Experte die Entwicklung. Darunter leidet auch der Technologiesektor stark, denn die Anleger hinterfragen zunehmend, ob sich die immensen Investitionen auch in nützlicher Frist monetarisieren lassen. Dass sich die Anleger daher wieder mehr auf weniger riskante Investitionen besinnen, zeigt sich beim defensiv zusammengesetzten SMI allerdings noch nicht.
Der SMI verliert gegen 09.20 Uhr 0,48 Prozent auf 13'401,54 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI fällt um 0,45 Prozent auf 2138,33 Punkte und der breite SPI um 0,45 Prozent auf 18'498,89 Zähler. Im SLI büssen 20 Aktien an Wert ein und neun legen zu. ABB sind unverändert.
Unter Druck stehen die Life Sciences Werte Alcon (-2,2 Prozent), Sonova (-1,7 Prozent), Lonza (-0,9 Prozent) und Galderma (-1,3 Prozent). Auch der Technologietitel VAT (-1,7 Prozent) der Luxusgüterhersteller Richemont (-1,6 Prozent) und die Aktien der Partners Group (-1,4 Prozent) geben klar nach. Bei letzteren verweisen Händler darauf, dass der Vermögensverwalter an Softwareunternehmen beteiligt sei, deren Wert wegen KI etwas angezweifelt werde.
Die als defensiv geltenden Pharmatitel Roche (-1,1 Prozent) und Novartis (-0,4 Prozent) reihen sich ebenfalls bei den Verlierern ein.
Auf der anderen Seite ziehen Straumann, Amrize, Holcim und Sandoz zwischen 2,7 und 0,6 Prozent an.
Bei den nicht SMI-Werten schiessen LEM (+18 Prozent) nach Zahlen nach oben. Auch Vontobel (+3,7 Prozent) reagieren positiv auf das Zahlenset. Der Vermögensverwalter hat 2025 den Gewinn erhöht und dank eines starken Geschäfts mit Privatkunden deutliche Neugeldzuflüsse verbucht.
Die Aktien der EMS Chemie (-2,6 Prozent) geben dagegen nach Zahlen nach. Der Chemiekonzern hat 2025 bei einem etwas tieferen Umsatz den Gewinn abermals gesteigert.
pre/hr
(AWP)

