Angeheizt wurden die Zinssorgen am Montag von US-Notenbank-Gouverneurin Michelle Bowman. Diese sagte bei einer Veranstaltung, dass eine weitere Erhöhung der Leitzinsen wahrscheinlich notwendig sei, um die Teuerung wieder auf das angestrebte Ziel von zwei Prozent zu drücken. Anleger dürften sich vor der Veröffentlichung der US-Konsumentenpreise am Donnerstag und der Produzentenpreise am Freitag wohl vorsichtig verhalten, heisst es am Markt. Von den Daten erhoffen sie sich Aufschluss über das weitere Vorgehen der US-Notenbank Fed im Kampf gegen die Inflation.
Der SMI notiert um 09.15 Uhr um 0,17 Prozent tiefer auf 11'088,93 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, ermässigt sich um 0,33 Prozent auf 1753,89 und der breite SPI um 0,12 Prozent auf 14'648,95 Zähler. Im SLI legen sechs Aktien zu und 24 geben nach.
An der Spitze der Blue-Chips-Verlierer stehen die Anteile der zyklischen Technologiefirmen AMS Osram (-2,8%) und VAT (-1,0%), des Personalvermittlers Adecco (-0,9%), der Bauzulieferer Sika (-0,9%) und Holcim (-0,6%) sowie der Banken Julius Bär (-0,9%) und UBS (-0,9%).
Dagegen erfreuen sich defensive Werte wie Nestlé, Roche, Alcon und Novartis an leichten Kursgewinnen von bis zu 0,3 Prozent.
Givaudan (-0,7%), eigentlich auch ein defensiver Wert, geben dagegen ebenfalls nach. Händler verweisen darauf, dass der US-Konkurrent International Flavors & Fragrances (IFF) einen als miserabel taxierten Quartalsbericht vorgelegt und die Prognosen gekürzt hat.
Auf den hinteren Reihen legen Galenica um 0,5 Prozent zu. Der Gesundheitskonzern hat im ersten Halbjahr dank Sonderfaktoren einen Gewinnsprung verzeichnet und auch den Umsatz um 5,5 Prozent gesteigert. Tiefer handeln SIG (-2,0% auf 22,62 Fr.). Grund dafür dürfte sein, dass die britische Barclays die Analyse der Aktien mit der Empfehlung "Underweight" und dem Kursziel von 19 Fr. wieder aufgenommen hat.
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