Für Entwarnung ist es allerdings zu früh: «Die Marktteilnehmer müssen sich auf einen ungemütlichen und hochgradig volatilen Dienstag einstellen, der vom unberechenbaren Takt der News aus Nahost diktiert wird», fasst ein Händler die Stimmung zusammen. Eher zweitrangig sind Konjunktursignale, etwa der am Nachmittag anstehende US-Frühindikator ISM Index.

Der Streit über die blockierte Strasse von Hormus gefährdet derweil die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. In der Folge verharrt der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau von über 110 US-Dollar für ein Fass der Sorte Brent.

Geberit sehr volatil

Der SMI notiert gegen 9.15 Uhr 0,09 Prozent im Plus bei 13'015,32 Punkten, nachdem er zeitweise auch leicht im Minus gestanden hatte. Der SMIM für die mittelgrossen Werte gewinnt 0,51 Prozent auf 2966,32 Punkte und der breite SPI 0,17 Prozent auf 18'423,77 Punkte. Bei den 20 SMI-Titel halten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage.

Die grössten Gewinne verzeichnen Swisscom und Partner Group mit je gut 1 Prozent. Eine Stütze für den Gesamtmarkt sind aber vor allem Novartis, die um 0,6 Prozent anziehen. Sie hatten am Vortag deutlich an Terrain eingebüsst.

Geberit, die am Morgen Zahlen vorgelegt haben, zeigen sich sehr volatil und haben schon mehrfach das Vorzeichen gewechselt. Aktuell notieren sie 0,8 Prozent im Plus.

Grösste Verlierer sind UBS (-0,9 Prozent) und Kühne+Nagel (-0,6 Prozent). Bei der UBS sorgen die Beschlüsse der Ständeratskommission vom Vorabend für lange Gesichter, bei Kühne+Nagel wirkt die Logistikoffensive von Amazon nach, die am Vortag zu heftigen Verlusten geführt hatte.

Ausserhalb des SMI sorgen Analystenkommentare bei Dormakaba (+5,5 Prozent), Sandoz (+2,6 Prozent) und SGS (+1,7 Prozent) für Gewinne.

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(AWP)