Am Vortag hatten schwache Konjunkturdaten aus China, die Einführung einer Sondersteuer für "Übergewinne" von Banken in Italien sowie die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von zehn kleinen und mittelgrossen US-Finanzhäusern durch Moody' die Märkte verstimmt. Moody's habe allerdings nur Bedenken geäussert, die bereits seit längerem kursierten, sagte ein Analyst. Daher sei die heutige Gegenbewegung des Sektors nicht überraschend.

Der SMI notiert um 09.17 Uhr um 0,46 Prozent höher auf 11'107,77 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,48 Prozent auf 1756,65 und der breite SPI 0,39 Prozent auf 14'656,26 Zähler. 28 der 30 SLI-Werte legen zu und zwei geben nach.

Viele Aktien holten einen Teil der jüngsten Einbussen auf, heisst es am Markt. Die Impulse seien bei den Blue Chipas aber nach wie vor dünn gesät. Weit oben bei den Gewinnern stehen die gebeutelten Aktien der Technologiefirmen AMS Osram, Temenos und VAT, der Vermögensverwalter Julius Bär und Partners Group und der Grossbank UBS sowie der Medtech-Unternehmen Sonova und Straumann mit einem Kursplus von bis zu 1,5 Prozent.

Das Schwergewicht Novartis legt 0,5 Prozent zu. Grund dafür dürften auch positive Studienergebnisse zum Kandidaten Remibrutinib sein.

Am unteren Ende der Kurstafel stehen defensive Werte wie Swiss Re und Swisscom mit ganz kleinem Minus.

Auf den hinteren Rängen zeigen sich die Aktien von Kuros volatil, zuletzt notierte der Kurs mit 1,8 Prozent im Minus. Das Biotechunternehmen hat im ersten Semester mit Medizinprodukten einen positiven EBITDA erzielt.

Die Aktien von Swissquote notieren um 5,5 Prozent tiefer. Die Online-Bank hat im ersten Halbjahr vom Zinsumfeld profitiert und trotz weiterhin geringer Handelsaktivität den Ertrag und die Gewinnzahlen deutlich gesteigert. Das Finanzunternehmen hat zudem seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben revidiert.

pre/uh