Die Investoren schütteln dabei auch die neuerlichen Angriffe des Iran im Konflikt mit den Vereinigten Staaten ab. Die Ölpreise haben derweil bereits reagiert und sind gestiegen. Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert.
Darüber hinaus setzt sich der Ausverkauf im Chipsektor weiter fort und belastet auch die hiesigen Werte. In den USA gab der Techindex Nasdaq am Dienstag den fünften Handelstag in Folge nach. In Asien wurde am Mittwochmorgen der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix abgestraft, nachdem der Konzern trotz Rekordgewinnen die Erwartungen der Experten verfehlte und zudem deutlich höhere Investitionen ankündigte. Nach US-Börsenschluss steht der Branche mit den Zahlen von Microsoft und Meta ein weiterer Stimmungstest bevor. Bereits am Nachmittag meldet sich der Chiphersteller Qualcomm.
SMI mit weiteren Rekorden
Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.25 Uhr 0,27 Prozent auf 14'610,47 Punkte, wobei 13 der 20 Titel zulegen. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte avanciert im frühen Handel um 0,19 Prozent auf 3132,43 und der SPI um 0,26 Prozent auf 20'454,82 Zähler.
Auf Konjunkturseite gilt es am Abend noch den jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Abend zu bewerten. Nach dem europäischen Börsenschluss wird sie den Leitzins aller Voraussicht nach unverändert belässt.
UBS besser als erwartet
Mit einem Plus von 2,3 Prozent führen UBS-Aktien die Gewinnerliste nach Zahlen an. Angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Zuge der Diskussion über schärfere Kapitalanforderungen ist die Grossbank mit ihrem Zeitplan für weitere Aktienrückkäufe allerdings zurückhaltend.
Das deutliche Minus beim Computerzubehörhersteller Logitech (-6,4 Prozent) führen Marktteilnehmer auf Probleme bei einem seiner Halbleiter-Zulieferer zurück. Denn an sich hat der Konzern einen starken Jahresstart hingelegt.
In den hinteren Reihen springen Autoneum (+7,4 Prozent) nach Zahlen an. Auch Landis+Gyr (+3,6 Prozent) und Ascom (+2,3 Prozent) sind nach Zahlen gesucht. Bei Kuros (+12,8 Prozent) und Swissquote (+6 Prozent) sorgen Analystenkommentare ebenso für Aufwind wie bei Swatch (+5,2 Prozent).
hr/ra
(AWP)