Entsprechend gespannt warte der Markt nun auf die Entscheidung der Bank of England im Tagesverlauf und ob sie diesen Trend der auf hohem Niveau stagnierenden Zinsen bestätige. Insgesamt seien die Nachrichten vom Fed dankend angenommen worden und die Stimmen würden lauter, dass ein mögliche Jahresendrally durchaus noch für machbar halten, ergänzt ein Händler. Im Fokus stehen zudem die US-Arbeitsmarktdaten, aus denen möglich Schlüsse über die US-Konjunktur gezogen werden können. Bereits vor Handelsbeginn waren die Investoren hierzulande und in Europa mit einer Flut an Quartalsergebnissen konfrontiert. In den USA werden die ausstehenden Zahlen von Apple mit hoher Priorität versehen.
Der SMI gewinnt gegen 9.15 Uhr 0,61 Prozent hinzu auf 10'567,99 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, legt um 0,88 Prozent zu auf 1656,08 und der breite SPI um 0,61 Prozent auf 13'830,34 Punkte. Von den 30 Blue Chips gewinnen 26 hinzu und vier geben nach.
Die grössten Ausschläge weisen die beiden «Zahlen-Kinder» Geberit (+5,8 Prozent) und Swisscom (-2,2 Prozent) auf. Während der Sanitärtechnikkonzern trotz anhaltender Flaute in Europas Baukonjunktur die Margenprognose anhob, senkte Swisscom die Umsatzerwartungen wegen belastender Währungseffekte.
Es sind aber vor allem Werte aus der zweiten Reihe, die am Morgen positiv überraschen. Adecco (+9,0 Prozent) gewinnen etwa im dritten Quartal erneut Marktanteile, während Dufry (+3,4 Prozent) weiter kräftig wachsen. Bei Oerlikon (+1,3 Prozent) wiederum waren schwache Zahlen bereits erwartet worden.
hr/ra
(AWP)