Von den Entspannungssignalen profitierten an der Wall Street denn auch die Standardwerte. Gleichzeitig setzte sich der Ausverkauf bei Halbleiteraktien fort. Er weitete sich am Morgen auch auf die asiatischen Börsen aus, wo Indizes wie der japanische Nikkei oder auch der koreanische Kospi zum Teil deutliche Einbussen verzeichneten.

Warten auf US-Supercaps

«Die Anspannung am Markt spiegelt die Unsicherheit im Vorfeld einer für Aktien wichtigen Woche wider, in der die Gewinnmeldungen von Amazon, Meta Platforms und Microsoft auf dem Programm stehen», fasst es ein Händler zusammen. Auch Apple legt diese Woche Zahlen vor. «Die grosse Gefahr liegt derzeit in den teils astronomischen Markterwartungen. Selbst exzellente Quartalszahlen könnten paradoxerweise Enttäuschungen auslösen, falls der Ausblick nur minimal schwächelt», ergänzt ein weiterer Börsianer. 

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 09.25 Uhr 0,37 Prozent auf 14'475,62 Punkte, wobei 15 der 20 Titel zulegen. Kurz zuvor hatte der SMI bei 14'477 erneut eine Bestmarke gesetzt. Der Mid-Cap-Index SMIM der mittelgrossen Werte avanciert im frühen Handel um 0,34 Prozent auf 3096,45 Punkte und der SPI um 0,33 Prozent auf 20'251,04 Zähler.

Nach dem ruhigen Wochenstart dreht sich das Zahlenkarussell wieder schneller. Dabei weiss der Blue Chip Sika (+5,8 Prozent) zu überzeugen. Die Wachstumsbeschleunigung ab Anfang April kommt in Analystenkreisen gut an. Dasselbe gilt für die überarbeiteten Jahresvorgaben.

Erst nach Börsenschluss wird mit Logitech (+0,5 Prozent) dann noch ein weiterer Blue Chip über den jüngsten Geschäftsverlauf berichten.

Daneben sind der Industriekonzern Sulzer (+6,1 Prozent), der Bauzulieferer Forbo (+4,1 Prozent) und der Verpackungsspezialist SIG (+4,5 Prozent) nach Zahlen gesucht.

Die erneute Schwäche im Techsektor in den USA und Asien färbt auch auf den hiesigen Markt ab. VAT, Inficon, Comet und AMS Osram fallen um bis zu 3,4 Prozent zurück.

hr/to

(AWP)