Dort drückte zunächst eine «katastrophale» Auktion für 30-jährige US-Staatsanleihen für schlechte Stimmung. «Ein Renditesprung bei Anleihen und ein Kursrutsch bei Aktien folgte prompt und zeigt, wie empfindlich das Thema für die Märkte ist», sagt ein Händler. Die schlechte Stimmung wurde dann vom US-Notenbankchef Jerome Powell befeuert, der neue Zinsbefürchtungen auslöste. Powell versicherte, das Fed werde nicht zögern, die Zinsen nochmal anzuheben, wenn es sich als angemessen erweisen sollte, dies zu tun.
Der Leitindex SMI gibt gegen 09.15 Uhr um 0,27 Prozent nach auf 10'616,21 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI verliert 0,58 Prozent auf 1668,53 und der breite SPI 0,26 Prozent auf 13'935,60 Zähler. Von den 30 Blue Chips geben 19 nach und elf legen zu.
Klar enttäuscht reagieren Investoren auf die Halbjahreszahlen des Luxusgüterkonzerns Richemont (-5,1 Prozent). Zwar ist der Konzern auch in einem schwierigen Umfeld weiter gewachsen, hat aber die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten überwiegend nicht erreicht. Richemont sei dem «Club der Moderaten» beigetreten, heisst es etwa bei Bernstein.
Im Kielwasser dieser enttäuscht aufgenommenen Zahlen fallen auch die Aktien vom Branchenkollegen Swatch um deutliche 3,2 Prozent zurück.
Dass der Markt nicht noch deutlicher nachgibt, verdankt er den Schwergewichten. Novartis, Roche Bons und Inhaber sowie Nestlé verteuern sich um bis zu 0,8 Prozent im frühen Handel.
hr/tv
(AWP)