Stattdessen kündigte er an, die USA würden den Iran innerhalb weniger Wochen «extrem hart» treffen. «Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören.» Gleichzeitig erklärte er, die militärischen Ziele seien fast erreicht und der Konflikt stehe kurz vor dem Ende. Zu dieser Nachrichtenlage gesellt sich die Tatsache, dass das Handelsvolumen unmittelbar vor dem langen Karfreitags-Wochenende traditionell stark ausdünnt. Damit sollten sich Börsianer auf extrem erratische, schwer berechenbare Kurskapriolen einstellen, warnt ein Händler. «Die Nervosität ist greifbar.»
Zur Eröffnung tiefer
Der SMI verliert gegen 9.15 Uhr 0,61 Prozent auf 12'911,10 Punkte. Am Vortag war er im frühen Handel noch kurz wieder über die psychologisch wichtigen Marke von 13'000 Punkten gesprungen. Auf Wochensicht dürfte sich nach drei Gewinntagen in Folge immer noch ein Plus ergeben - das zweite hintereinander. Im Leitindex stehen 18 Verlierern zwei Gewinner gegenüber. Der SMIM für die mittleren Werte fällt um 1,12 Prozent auf 2919,79 Punkte und der breite SPI um 0,69 Prozent auf 18'009,32 Punkte.
Deutlich stärker fallen die Abgaben an den Nachbar-Börsenplätzen aus. Für den deutschen Dax etwa oder den französischen Cac 40 geht es um mehr als 1 Prozent abwärts.
Im Gegenzug zogen die Ölpreise nach der Rede des US-Präsidenten an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kletterte um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.
Hohe Volatilität vor langem Wochenende
Die Nervosität dürfte zudem durch die am Karfreitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten befeuert werden. Arbeitsmarktdaten sind vor allem für die US-Notenbank entscheidend.
Im SMI gewinnen aktuell Nestlé (+0,1 Prozent) und Lindt&Sprüngli (+0,5 Prozent) hinzu. Neben Nestlé stützen auch die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis, die aktuell zwar unverändert notieren, zwischenzeitlich aber immer wieder ins Plus drehen.
Die grössten Abgaben sind bei Zyklikern wie Amrize, ABB und Holcim zu sehen, die um bis zu 2,7 Prozent fallen. Sie hatten am Vortag noch besonders deutlich von den Friedenshoffnungen profitiert.
Das Nachrichtenaufkommen wird derweil ausnahmslos von Unternehmen aus den hinteren Reihen bestritten. Nach Zahlen sacken Montana Aerospace um 8,3 Prozent ab, Aevis sind unverändert und Lastminute gewinnen 2,1 Prozent hinzu.
hr/cg
(AWP)

