Immerhin scheine der Verkaufsdruck zunächst etwas nachzulassen, meint ein Händler. Es sei aber definitiv zu früh, um von einer Trendumkehr zu reden. Hierzu müsste der Anleihemarkt erst einmal Entspannungssignale senden. Davon ist allerdings wenig zu sehen. Die Rendite zehnjähriger US-Bonds stieg vor dem Wochenende knapp an die 5-Prozent-Marke. Daneben kam auch von der Berichtssaison bislang keine grosse Unterstützung. In den USA richtet sich nun der Blick auf die Quartalszahlen grosser Techwerte wie Microsoft, Alphabet, Meta, Amazon und Intel. Wichtigster Konjunkturtermin ist am Donnerstag die Leitzins-Entscheidung der EZB. Hier rechnen die Marktteilnehmer nun mit einer Zinspause.

Der SMI tritt gegen 9.15 Uhr mit -0,01 Prozent auf der Stelle bei 10'347,81 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,09 Prozent auf 1618,24 und der breite SPI 0,04 Prozent auf 13'574,19 Zähler. Im SLI gewinnen 23 Titel hinzu und sieben geben nach.

Dass die Nervosität weiterhin gross ist, zeigt sich an dem als Angstbarometer bekannten Volatilitätsindex VSMI, der weiter zulegt und derzeit so hoch notiert wie zuletzt beim Untergang der Credit Suisse im März dieses Jahres. Und auch am Devisenmarkt sorgt die Flucht in sichere Häfen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach dem Schweizer Franken.

Auf Unternehmensseite stehen am Morgen vor allem Roche Inhaber (+0,8 Prozent) und Bons (+0,5 Prozent) im Fokus. Der Pharmakonzern kauft in den USA ein neuartiges Mittel zur Behandlung von Darmerkrankungen für mehr als 7 Milliarden US-Dollar. Wie es in einem ersten Kommentar von Vontobel heisst, habe das Mittel Blockbusterpotenzial - sollten die Daten in der zulassungsrelevanten Studie die Wirksamkeit bestätigen.

Dagegen fallen die anderen beiden Schwergewichte Nestlé (-0,9 Prozent) und Novartis (-0,2 Prozent) zurück und bremsen den Markt aus. Novartis werden am morgigen Dienstag mit Quartalszahlen erwartet.

hr/ra

(AWP)