Insgesamt gehe eine Woche voller Kriegs-Schlagzeilen und Zentralbank-Entscheide zu Ende und aktuell sei klar, dass sich der Konflikt intensiviere und niemand wisse, welche geldpolitische Antwort die richtige sei, fasst es eine Börsianerin zusammen. Auch wenn der heutige Morgen einen etwas ruhigeren Anschein mache, werde die Unsicherheit weiter auf der Tagesordnung stehen. «Den leichten Kaufdruck als verlässliches Zeichen für eine nachhaltige Aufwärtskorrektur zu werten, wäre fatal zu früh», warnen Händler. Über das Wochenende könne sich die Lage in quasi jede Richtung entwickeln.

Der SMI notiert nach seinem neuen Jahrestief am Vortag bei 12'459 Punkten nun gegen 9.15 Uhr mit 0,75 Prozent auf 12'552,46 Zähler im Plus. Im Leitindex legen 17 Werte zu, nur drei liegen im roten Bereich. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte steigt um 0,93 Prozent auf 2876,10 Punkte und der breite SPI legt um 0,82 Prozent auf 17'522,64 Punkte zu.

Bei Novartis (+0,6 Prozent) sorgt die Übernahme eines Krebsforschungsprogramms vom US-Biotechunternehmen Synnovation Therapeutics nur für geringe Bewegung. Und auch Roche (+0,2 Prozent) liegen im hinteren Mittelfeld, nachdem die Tochter Genentech die klinische Entwicklung des Prüfpräparats Emugrobart zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) eingestellt hat.

Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,3 Prozent) kommt ebenfalls kaum vom Fleck. Spitzenreiter im SMI sind Holcim (+4,3 Prozent). Bauwerte hatten recht stark unter der Unsicherheit rund um den Iran-Krieg gelitten und erholen sich nun. So legen auch Sika (+1,9 Prozent) und Amrize (+1,7 Prozent) zu. Unter den wenigen Verlierern zeigen sich die defensiven Swisscom (-0,5 Prozent).

dm/to

(AWP)