Insgesamt sei die Stimmung aber angesichts der wieder gestiegenen Ölpreise von Vorsicht geprägt, hiess es. Die Angst vor steigenden Zinsen sei zurück. Denn auch die Europäische Zentralbank habe am Vortag darauf hingewiesen, dass sie mit weiteren Preissteigerungen durch die hohen Energiepreise rechne. Ausserdem habe sich das ungeliebte Thema Strafzölle wieder auf die Agenda geschlichen, sagt ein Händler. «US-Präsident Trump hat einen neuen Schritt zur Etablierung von Strafzöllen gegen 60 Länder, unter anderem aus der EU, unternommen. Das könnte erst der Anfang für weitere Massnahmen in diese Richtung sein.» Für Bewegung könnten im Tagesverlauf auch Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA sorgen.
Der Leitindex SMI gewinnt gegen 9.30 Uhr 0,48 Prozent auf 14'282,47 Punkte hinzu. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,31 Prozent auf 3075,52 Zähler und der breite SPI um 0,43 Prozent auf 20'017,62.
Von den 20 Blue Chips gewinnen 16 hinzu, allen voran das Schwergewicht Nestlé (+1,5 Prozent). Damit gleichen die Papiere einen Teil der deutlichen Vortagesverluste (-8 Prozent) nach den Halbjahreszahlen aus. Auch Roche (+0,4 Prozent) sind erneut im Gewinnerfeld zu finden, nachdem sie bereits am Donnerstag das Gewinnerfeld mit +5,1 Prozent nach Zahlen angeführt hatten.
Derweil setzen Givaudan (-0,4 Prozent) die Kursschwäche nach den jüngsten Zahlen weiter fort. Sie waren am Vortag um 6 Prozent gefallen.
Die Ergebnisliste fällt nach der Welle vom Vortag überschaubarer aus. Das SMIM-Mitglied SGS (-2,4 Prozent) wird nach Zahlen durchgereicht. Dabei ist der Prüf- und Zertifizierungskonzern in der ersten Jahreshälfte 2026 weiter gewachsen und hat die Profitabilität gesteigert.
Aus den hinteren Reihen fallen zunächst Schweiter (+7,7 Prozent), Vontobel (+1,9 Prozent), Orell Füssli (-3,3 Prozent) und Calida (-6,9 Prozent) nach Zahlen auf.
hr/to
(AWP)
