Etwas Entlastung bringen leicht rückläufige Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs prüfen, den der brachliegende Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ausgelöst hatte. Die Befürchtung am Markt ist, dass eine anhaltende Ölpreiskrise die Inflation wieder befeuern dürfte. Dies wiederum könnte die Notenbanken dann unter Handlungsdruck bringen.
Schwache Pharmas drücken SMI
Der SMI gibt gegen 09.30 Uhr um 0,47 Prozent auf 13'235,40 Punkte nach. Von den 20 SMI-Titeln notieren nur 13 höher und 7 tiefer. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte legt dagegen um 0,36 Prozent zu auf 3052,93 Punkte, während der breite SPI um 0,47 Prozent auf 18'267,70 Punkte fällt.
Als Bremsklotz erweisen sich die Schwergewichte. Dabei verlieren allen voran die Genussscheine von Roche deutliche 2,8 Prozent. Der Pharmakonzern hatte am Vorabend Studienergebnisse für den Prüfwirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas gemeldet. In der Studie der Phase II erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In ihren ersten Kommentaren werten Analysten den Gewichtsverlust als enttäuschend. Novartis (-1,2 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent) ziehen den SMI ebenfalls runter.
Dagegen erholen sich Sonova (+1,7 Prozent) nach den deutlichen Vortagesverlusten von mehr als 5 Prozent zum Wochenschluss etwas. Schwache Zahlen der Konkurrenz hatte Sorgen geschürt.
Das Nachrichtenaufkommen wird von Zahlen aus den hinteren Reihen dominiert. So geht es nach Zahlen für SFS (+4,7 Prozent) aufwärts. Comet (-9,5 Prozent) und Mobilezone (-5,1 Prozent) fallen zurück und Coltene wurden gar vom Handel ausgesetzt.
hr/to
(AWP)

