Zu diesen Hoffnungen gesellt sich der anhaltende Optimismus rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Ausserdem bleiben die Ölpreise weiterhin klar unter der psychologisch wichtigen Marke von 100-US-Dollar. Generell machten die jüngsten Bewegungen an den Aktienmärkten den Eindruck, dass Investoren sich mehr oder weniger in Stellung gebracht hätten und letztlich nur «auf das erlösende Signal aus Washington und Teheran lauern», beobachtet ein Händler. «Sobald die Gespräche zur Krisenbewältigung offiziell starten, dürfte dieser verhaltene Optimismus in eine dynamische Rallye umschlagen», so diese Stimme.

Schwergewichte halten SMI zurück

Gegen 09.15 Uhr notiert der SMI mit 13'196,22 Punkten um 0,18 Prozent tiefer. Aktuell halten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Der SMIM für die mittelgrossen Werte verliert 0,29 Prozent auf 3019,17 Punkte und der breite SPI 0,18 Prozent auf 18'556,15 Zähler.

Vor allem die Abgaben von bis zu 0,6 Prozent bei Nestlé, Roche und Novartis halten den Leitindex im negativen Terrain. Der Nahrungsmittelriese hält am heutigen Tag seine Generalversammlung ab - die erste unter dem neuen Chef.

Grösster Gewinner sind derweil Logitech (+0,7 Prozent). Techwerte stehen an diesem Handelstag wegen verschiedener Nachrichten ohnehin im Zentrum. So hat hierzulande noch VAT (-1,4 Prozent) mit dem Ausblick die Erwartungen verfehlt. Dagegen sind die Vorgaben der Wall Street sehr stark und auch die deutlich besser als erwartet ausgefallenen Zahlen der Branchengrösse TSMC sprechen eigentlich für eine gute Branchenstimmung.

Auch für Barry Callebaut (-9,0 Prozent) geht es nach Zahlen deutlich abwärts. Der Schokolade-Hersteller hat im ersten Semester seines Geschäftsjahres weniger Schokolade verkauft und die Prognosen aktualisiert. Bystronic (-3,7 Prozent) werden nach Umsatz und Auftragseingang ebenfalls aus den Depots gekippt.

Dagegen gewinnen DocMorris (+8,0 Prozent) nach Zahlen hinzu. Die Online-Apotheke hat im ersten Quartal 2026 mehr umgesetzt und die bisherigen Ziele bestätigt.

hr/rw

(AWP)