Die Lage im Nahen Osten bleibt schwer berechenbar. Militärische Eskalation und diplomatische Bemühungen liefen derzeit parallel, sagte ein Marktbeobachter. Welche Entwicklung letztlich die Oberhand gewinne, lasse sich derzeit nicht verlässlich abschätzen.

Der Ölpreis hat zuletzt wieder etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent fiel unter die Marke von 90 US-Dollar und notiert aktuell bei 88,94 Dollar (-0,4 Prozent). Seit Anfang Juli steht damit aber weiterhin ein Anstieg von knapp 30 Prozent zu Buche.

Novartis stützt SMI

Der Leitindex SMI notiert um 09.15 Uhr praktisch unverändert bei 14'254,32 Punkten. Von den 20 Blue Chips liegen allerdings 15 im Minus. Der Mid-Cap-Index SMIM verliert 0,46 Prozent auf 3098,88 Punkte, während der breite SPI um 0,07 Prozent auf 20'009,06 Zähler nachgibt.

Im Fokus stehen zahlreiche Halbjahresabschlüsse. Novartis (+1,3 Prozent) überzeugte insbesondere mit einer starken Gewinnentwicklung und stützt damit den Gesamtmarkt. Grösster Gewinner unter den Blue Chips sind ABB (+1,4 Prozent), die einen Teil der Verluste nach den jüngsten Halbjahreszahlen wettmachen. Ebenfalls gefragt sind Zurich (+0,9 Prozent), nachdem RBC die Titel zum Kauf empfohlen hat.

Am Ende des Tableaus finden sich dagegen Alcon (-1,6 Prozent) und Lonza (-1,1 Prozent).

Schindler und Swatch unter Druck

In der zweiten Reihe geraten Schindler (-5,8 Prozent) nach den Halbjahreszahlen deutlich unter Druck. Zwar lagen die Resultate insgesamt im Rahmen der Erwartungen, der Ausblick scheint jedoch nicht zu überzeugen. Ebenfalls deutlich nach unten geht es für Swatch (-2,3 Prozent). Der Uhrenkonzern ist im ersten Halbjahr zwar solide gewachsen, hat mit der Gewinnentwicklung die Analystenerwartungen aber klar verfehlt.

Auch Julius Bär (-3,3 Prozent) geben trotz eines Rekordgewinns zum Halbjahr nach. Lindt & Sprüngli (-0,3 Prozent) können mit ihren Zahlen ebenfalls keine Akzente setzen.

Positiv stechen dagegen Bossard (+4,9 Prozent) nach überraschend starken Halbjahreszahlen hervor. Auch Also (+1,5 Prozent) werden nach den vorgelegten Resultaten gekauft. Bachem (+9,0 Prozent) springen nach einem Grossauftrag deutlich an. Positive Analystenkommentare verleihen zudem Georg Fischer (+3,3 Prozent) und Belimo (+4,0 Prozent) Auftrieb.

Gefragt sind auch die Technologiewerte VAT, Comet und Inficon mit Kursgewinnen von jeweils mehr als zwei Prozent. Sie profitieren von einer freundlichen Branchenstimmung im Halbleitersektor. Klarer Spitzenreiter im breiten Markt ist Centiel (+14,1 Prozent) nach einer Kaufempfehlung der UBS.

an/cg

(AWP)