«In den kommenden beiden Wochen stehen die Sitzungen der Europäischen Zentralbank, der Federal Reserve, der Schweizerischen Nationalbank und der Bank of England auf dem Plan, weshalb dieser Bericht entscheidend sein könnte, um die nächsten Zinsschritte einschätzen zu können», kommentiert ein Händler. Derweil hält der Nahost-Konflikt weiter an. In letzter Zeit gab es widersprüchliche Meldungen zu den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Dies verunsichert die globalen Märkte und hält die Öl- und Benzinpreise auf erhöhtem Niveau.

Der Swiss Market Index (SMI) tritt gegen 9.20 Uhr mit -0,02 Prozent auf der Stelle bei 13'339,10 Punkten. Gewinner und Verlierer halten sich im SMI die Waage. Der SMIM der mittelgrossen Werte steigt um 0,10 Prozent auf 2992,63 Punkten und der breite SPI um 0,05 Prozent auf 18'892,06 Punkte.

Willkommene Rotation

Händler heben zum Wochenschluss vor allem die jüngste Rotation hervor, bei der Investoren sich verstärkt aus Techwerten zurückziehen und vermehrt wieder auf Standardwerte setzen. Viele Strategen würden eine Ausweitung der Präferenzen begrüssen, kommentiert ein Marktteilnehmer.

Wie ein Blick auf die hiesigen Blue Chips zeigt, greifen Anleger zum Wochenschluss vor allem bei jenen Werten zu, die im bisherigen Jahresverlauf eher schwach abgeschnitten haben. So sind Werte wie Alcon, Swiss Re, die gebeutelten Partners Group oder auch Geberit mit Avancen von bis zu 1,0 Prozent unter den Gewinnern zu finden. Allesamt weisen sie im bisherigen Jahresverlauf zweistellige Kursverluste auf.

Im Gegenzug zählen mit ABB, Kühne+Nagel oder auch der UBS Titel zu den Verlierern, die seit Jahresbeginn gut zugelegt haben.

Schwache Vorgaben aus den USA belasten derweil auch die hiesige Tech-Szene. Neben VAT (-2,8 Prozent) sacken in den nachgelagerten Reihen vor allem AMS Osram (-6,5 Prozent), Comet (-3,6 Prozent) und Inficon (-1,9 Prozent) ab.

Derweil sind Belimo (+1,8 Prozent) nach einer Hochstufung durch BNP Paribas gesucht.

hr/cg

(AWP)