Der am Nachmittag anstehenden US-Jobbericht wird nicht zuletzt mit Blick auf die weitere US-Geldpolitik grosse Beachtung finden. Sollten weniger neue Stellen geschaffen worden sein als prognostiziert, könnte dies die Hoffnung auf Zinssenkungen zementieren, heisst es am Markt. Gleichzeitig könnten sich allzu schwache Daten allerdings auch negativ auf die Stimmung auswirken. Daneben könnte im Tagesverlauf möglicherweise die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in den USA darüber an, ob die Zölle von Trump womöglich illegal waren.
Der SMI steht um 11.00 Uhr um 0,21 Prozent im Plus bei 13'379,29 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gewinnt 0,14 Prozent auf 2168,15 Zähler und der breite SPI legt um 0,14 Prozent zu auf 18'431,07 Punkte. Von den SLI-Werten notieren 29 im Plus und zehn im Minus.
Zu den klaren Gewinnern gehören weiterhin technologienahe Werte wie Logitech (+2,0 Prozent) oder VAT (+1,2 Prozent). Am Markt wird auf gute Vorgaben aus Asien verwiesen: So feierte ein chinesisches KI-Unternehmen ein starkes Börsendebut in Hongkong, zudem berichtete der Chip-Auftragsfertiger TSMC über einen Umsatzsprung im vierten Quartal.
Im Plus notieren auch zahlreiche typische Zykliker wie die Aktien des US-Zementkonzerns Amrize (+1,5 Prozent), des Industriekonzerns ABB (+1,0 Prozent) oder des Logistikers Kühne+Nagel (+1,2 Prozent). Fester zeigen sich auch die Aktien des Schweizer Zementkonzerns Holcim (+0,4 Prozent), die Rückenwind von Kurszielerhöhungen durch verschiedene Analystenhäuser erhalten.
Bei den Finanzwerten legen Partners Group (+1,3 Prozent) klar zu, nachdem die Analysten von Barclays ihr «Overweight»-Rating für die Titel des Privatmarktspezialisten bestätigt haben. Leicht fester notieren die Titel der Privatbank Julius Bär (+0,3 Prozent) und der Grossbank UBS (+0,1 Prozent). Am heutigen Freitag endet die Vernehmlassung des EFD zur Vorlage über die vollständige Eigenkapitalunterlegung der UBS-Auslandstöchter.
Bei den Schwergewichten erhalten Roche (+0,5 Prozent) Unterstützung von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch Bernstein. Novartis (-0,1 Prozent) zeigen sich nach der Erreichung eines Allzeithochs am Vortag leicht schwächer. Derweil bekräftigen die UBS-Analysten ihr «Neutral»-Rating für die seit längerem unter Druck stehenden Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,2 Prozent) bei einem leicht tieferen Kursziel.
Deutlich abwärts geht es einmal mehr mit den Versicherungstiteln, die am Vortag noch eine Erholungsbewegung gezeigt hatten. Dabei werden Swiss Re (-1,1 Prozent) von einer Kurszielsenkung durch Morgan Stanley mit bekräftigter «Underweight»-Einstufung belastet. Noch deutlicher sind die Abgaben bei Zurich (-1,5 Prozent), HelvetiaBaloise (-1,6 Prozent) und Swiss Life (-1,6 Prozent). Am Ende der SLI-Tabelle stehen die PS des Schokoladeherstellers Lindt&Sprüngli (-1,9 Prozent).
Am breiten Markt legen Gurit (+8,4 Prozent) deutlich zu. Das Industrieunternehmen konnte am Morgen einen langfristigen Liefervertrag mit einem grossen Windkraftanlagenhersteller bekanntgeben. Damit zeigen die Titel eine gewisse Erholung von ihrem vom Taucher in der zweiten Jahreshälfte 2025.
Gut aufgenommen werden am Markt auch die Umsatzzahlen des Laborausrüsters Tecan (Aktien +8,4 Prozent). Analysten verweisen vor allem die merkliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2025 sowie zuversichtliche Aussagen des Unternehmens für das neue Jahr.
tp/hr
(AWP)

