Zudem trieben die geopolitischen Themen, und hier vor allem der zu eskalieren drohende Konflikt der USA mit Iran, den Anlegern Sorgenfalten in die Stirn, heisst es weiter. Daher sei vor dem Wochenende eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Ausserdem weckten die nachgebenden US-Aktien-Futures Zweifel, ob die aktuellen Kursniveaus bis zum Schluss gehalten werden könnten. Im weiteren Verlauf richten die Anleger den Blick in die USA. US-Präsident Donald Trump will seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge des US-Notenbankchefs Jerome Powell nun doch schon heute bekanntgeben. Dabei wetteten US-Medien auf den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh. Daneben stehen einige Konjunkturdaten an, wie der Chicago Einkaufsmanagerindex oder die Produzentenpreise.
Der SMI notiert um 11.10 Uhr um 0,09 Prozent höher auf 13'159,75 Punkten. Damit liegt der SMI nur noch wenige Punkte über dem Stand vom vergangenen Freitag. Seit Jahresanfang hätte der SMI damit rund 0,8 Prozent eingebüsst. Dabei verbuchte er Mitte Januar mit 13'529 Punkten noch ein klares Rekordhoch.
Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt am Freitagvormittag 0,20 Prozent hinzu auf 2119,68 Punkte und der breite SPI 0,19 Prozent auf 18'195,49 Zähler. Im SLI geben neun Werte nach und 21 legen zu.
Im Fokus stehen die Aktien von Swatch (+5,8 Prozent), auch wenn sie nicht mehr im SLI geführt werden. Der Uhrenhersteller hat zwar einen massiven Gewinneinbruch erlitten. Der Markt konzentriert sich aber offenbar auf die Erholungszeichen zum Jahresende hin und den dazu passenden Ausblick. Ein Händler erwähnt zudem «stille Reserven» bei Swatch. Das Unternehmen halte grosse Edelmetallvorräte, die anscheinend nach dem Goldrun nicht neu bewertet worden seien.
Damit stehle Swatch auch den Aktien vom Konkurrenten Richemont die Show, die «nur» um 1,7 Prozent anziehen, wie ein Händler sagt.
An der SLI-Spitze erholen sich Givaudan (+2,2 Prozent) von ihren Vortagesverlusten. Gefragt sind ausserdem auch die zuletzt abgestraften Aktien von Straumann (+1,3 Prozent), Galderma (+0,8 Prozent), Lindt & Sprüngli (PS +0,9 Prozent), Amrize (+0,6 Prozent) und Helvetia Baloise (+0,4 Prozent).
Dagegen geht es nach einem anfänglichen Konsolidierungsversuch mit Logitech (-0,2 Prozent) und Lonza (-0,7 Prozent) weiter bergab. Dabei hätten beide Unternehmen eigentlich gute Zahlen gezeigt, heisst es. Logitech ist mit einem Minus von gut 17 Prozent seit Jahresanfang der schwächste Wert im SLI.
Unterschiedlich läuft es bei den Technologiewerten: Während die Kurse von VAT (+0,2 Prozent), Comet (+0,9 Prozent) und Temenos (+0,3 Prozent) anziehen, geben neben Logitech auch AMS Osram (-0,7 Prozent) und Inficon (-1,0 Prozent) nach. VAT ist im neuen Jahr mit einem Plus von 30 Prozent der grösste Gewinner im SLI.
Holcim (+0,3 Prozent), Sonova (+0,8 Prozent) und SGS (+0,5 Prozent) können unterdessen ihre Jahresauftaktgewinne noch leicht ausbauen.
Auf den hinteren Rängen rücken die Aktien von StarragTornos um 1,3 Prozent vor. Grund dafür sind Vorabzahlen- Demnach hat der Maschinenbauer mit dem Auftragseingang gepunktet. Dabei hat die Gruppe von einer starken Nachfrage aus dem Bereich Aerospace/Defense profitiert.
Die Aktien von Interroll (+0,4 Prozent) können sich nach dem Kurstaucher vom Vortag nach Zahlenvorlage stabilisieren. Bei den Aktien von Gurit (-17 Prozent) halten die Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg an. Per 29. Januar hatte sich der Kurs seit Anfang Jahr fast verdoppelt.
pre/hr
(AWP)

