Dazu passt etwa auch die Warnung von Fed-Chef Jerome Powell, dass eine Zinssenkung ohne die richtige Entwicklung der Inflation nicht in Frage komme. Die SNB, die den Leitzins wie die US-Notenbank erwartungsgemäss unverändert belassen hat, zeigt sich wegen des Irankriegs ebenfalls besorgt. Sie streicht etwa die für die Schweizer Wirtschaft gestiegenen Risiken über die globale Konjunktur hervor. Ausserdem bekräftigten die Währungshüter, dass die Hürden für Negativzinsen erhöht blieben.

Euro über 0,91 Fr.

Gleichzeitig habe sich auch die Bereitschaft der SNB zu Interventionen am Devisenmarkt verstärkt. In der Folge schwächte sich der Franken ab.

Der Euro klettert über die Marke von 0,91 Franken, die er kurz nach Ausbruch des Irankriegs unterschritten hatte. Der US-Dollar verteuerte sich gleichzeitig auf 0,7951 Franken, nachdem er am Morgen noch im Bereich von 0,7925 lag.

Ölpreis peilt 120 US-Dollar an

Der Ölpreis setzt seinen steilen Anstieg des Vortages fort und steuert auf die Marke von 120 US-Dollar zu. Das aktuelle Tageshoch bei über 119 Dollar liegt nur noch knapp unter dem Jahreshoch von 119,50 von vor zehn Tagen.

SMI fällt auf neues Jahrestief bei unter 12'600 Pkt

Der Schweizer Leitindex SMI gibt bis um 11.05 Uhr 1,53 Prozent auf 12'570,74 Punkte nach. Das neue Jahrestief liegt bei 12'522. Der breite SPI büsst gleichzeitig 1,54 Prozent auf 17'530,31 Punkte ein und der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte 1,84 Prozent auf 2873,60 Punkte.

Die hiesigen Indizes befinden sich damit im Einklang mit anderen wichtigen europäischen Handelsplätzen, die in ähnlichem Umfang einbüssen.

Am stärksten werden derzeit konjunkturanfällige Werte wie Sika (-4,5 Prozent), Richemont (-2,7 Prozent), Geberit (-2,5 Prozent), Amrize (-2,5 Prozent), ABB (-2,6 Prozent) oder Holcim (-2,1 Prozent) von den grösser werdenden Wirtschaftssorgen in Mitleidenschaft gezogen.

Aber auch Finanzwerte wie Partners Group (-2,9 Prozent) und UBS (-1,9 Prozent) büssen kräftig an Terrain ein.

Schwergewichte keine Stütze

Wenig Unterstützung kommt für einmal von den defensiven Schwergewichten. Nestlé (-0,8 Prozent) immerhin halten die Abgaben unter 1 Prozent, Roche und Novartis (je -1,5 Prozent) entziehen sich dem Abwärtstrend aber nicht.

Die zu Jahresbeginn sehr gut gelaufenen Swisscom (+0,1 Prozent) zeigen sich seit dem Ausbruch des Irankriegs Anfang März robust und verteidigen die seit Anfang Jahr angehäuften Gewinne von über 20 Prozent hartnäckig.

Gegen den Trend legen noch Logitech (+0,5 Prozent) zu. Der Verwaltungsrat des PC-Zubehörherstellers hat am Vorabend ein Aktienrückkaufprogramm über 1,4 Milliarden US-Dollar bewilligt.

Im breiten Markt zeigen sich DocMorris nach Zahlen sehr volatil, mit Gewinnen von gegen 10 Prozent bis leichten Verlusten. Derzeit steht die Aktie 0,9 Prozent höher.

Swissquote büssen hingegen nach Zahlen 1,6 Prozent ein, gebremst insbesondere von einer vorsichtigen Guidance.

cf/cg

(AWP)