Die Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation vom Vorabend hatte derweil die Erwartungen an den Märkten nicht erfüllt. Beobachter bemängelten zu wenig konkrete neue Informationen zu Zöllen, Trump habe sich stattdessen vor allem auf die Innenpolitik konzentriert. Mit Spannung warteten die Anleger derweil auf die am späten Abend an der US-Börse anstehenden Resultate des «KI-Champions» Nvidia.
Der SMI schloss am Abend um 0,14 Prozent im Minus auf 13'977,10 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI stieg dagegen um 0,44 Prozent auf 2212,36 Zähler und auch der breite SPI schloss mit einem Plus von 0,10 Prozent auf 19'217,92 Punkte leicht höher. Im SLI gingen 18 Titel im Plus aus dem Handel und zwölf im Minus.
Bei den Einzeltiteln sorgten Jahreszahlen teils für starke Bewegungen. So sprangen Sandoz (+10,3 Prozent) gleich zweistellig in die Höhe. Der Generikahersteller konnte nicht nur gute Zahlen für 2025 vorlegen, sondern überraschte auch mit einem zuversichtlichen Ausblick.
Klar fester gingen auch die Aktien des Augenheilkonzerns Alcon (+4,4 Prozent) aus dem Handel, der am späten Dienstagabend Zahlen vorgelegt hatte. Während die Dividende unter den Erwartungen ausfiel, wurden von den Analysten vor allem eine Wachstumsbeschleunigung im Schlussquartal sowie positive Aussichten für das neue Geschäftsjahr herausgestrichen.
Deutliche Kursgewinne gab es im Vorfeld der anstehenden Nvidia-Zahlen für die Titel des Chipindustriezulieferers VAT (+3,6 Prozent), die zudem von einer Kurszielerhöhung durch Morgan Stanley profitieren konnten. Dagegen schlossen die Logitech-Titel (-1,4 Prozent) nach einem volatilen Kursverlauf klar im Minus.
Auch weitere zyklische Titel legten zu, darunter die Aktien des Bauchemiekonzerns Sika (+1,5 Prozent), des Industriekonzerns ABB (+1,1 Prozent) oder des Logistikers Kühne+Nagel (+1,0 Prozent). Die Titel des Zementkonzerns Holcim (+0,6 Prozent), der Ende Woche seine Jahreszahlen vorlegen wird, wurden laut Händlern durch einen vorsichtigen Ausblick beim Konkurrenten Heidelberg Material etwas gebremst.
Bei den Schwergewichten schlossen Nestlé (-0,1 Prozent) nach dem starken Vortag wieder leicht im Minus. Die Analysten von Julius Bär bekräftigten ihre Kaufempfehlung im Nachgang zu den Jahreszahlen des Westschweizer Nahrungsmittelkonzerns bei angehobenem Kursziel. Bei den Pharmawerten schlossen Novartis (+0,2 Prozent) leicht fester, während die Roche GS (-1,3 Prozent) mit klaren Abschlägen aus dem Handel gingen.
Abwärts ging es auch wieder mit den defensiven Titeln des Telekomkonzerns Swisscom (-0,7 Prozent), nachdem diese noch am Vortag ein erneutes Mehrjahreshoch markiert hatten. Mit grösseren Abschlägen schlossen die Titel des Aromen- und Duftstoffherstellers Givaudan (-2,3 Prozent) sowie die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont (-2,4 Prozent).
Im breiten Markt schossen die Aktien des Bankensoftwarespezialisten Temenos (+13,4 Prozent) nach der Vorlage von Jahreszahlen in die Höhe. Temenos habe im Geschäftsjahr 2025 operativ überzeugt, hiess es im Handel. Positiv wurden aber vor allem die erhöhten Mittelfristziele hervorgehoben.
Zulegen konnten auch Adecco (+1,7 Prozent). Der Personaldienstleister konnte mit seinem Jahresresultat die Erwartungen der Analysten grösstenteils erfüllen oder übertreffen. Weiterhin schwebe derweil das Thema der künstlichen Intelligenz als «dunkle Wolke» über dem Unternehmen, hiess es.
Abwärts ging es dagegen mit den Georg Fischer-Titeln (-6,0 Prozent). Das Industrieunternehmen ist mit seinem fortgeführten Geschäft «Flow Solutions» leicht geschrumpft, es sieht die Transformationsphase nun aber als abgeschlossen an. Bei den Gurit-Titeln (-7,0 Prozent) halle derweil eine Verkaufsempfehlung vom Vortag noch nach, hiess es im Handel.
tp/mk
(AWP)

