«Anleger müssen sich auch weiterhin auf erratische Kursbewegungen und eine anhaltend hohe Volatilität einstellen», fasste ein Händler zusammen. Ob Unternehmen zu viel bezahlte Zölle zurückfordern können, ist ebenfalls unklar. Befeuert wurde die Nervosität an den globalen Börsen auch durch Angst vor einer Eskalation im Iran. Trump forderte zuletzt eine sofortige Einigung im Atomstreit, um einen drohenden Militärschlag abzuwenden. Börsianer fürchten sich hierbei vor einem potenziell massiven Ölpreisanstieg. Schliesslich hielten sich die Anleger zum Wochenauftakt zurück, da ein voller Kalender bevorsteht. Neben diversen Schweizer Unternehmen stehen unter anderem Zahlen von Techgigant Nvidia an.
Der SMI schloss am Montag um 0,08 Prozent im Plus bei 13'871,06 Punkten. Die Handelsspanne reichte von 13'826 bis auf 13'883 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI fiel um 0,51 Prozent auf 2189,42 und der breite SPI um 0,24 Prozent auf 19051,52 Zähler. Im SLI-Titel gaben 21 Titel nach, acht zogen an und Schindler waren unverändert.
Die Unsicherheit der Investoren zeigte sich unter anderem auch beim Bitcoin. Dieser fiel im Verlauf auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Derweil verteuerten sich Gold und Silber, die als sichere Anlageklassen gelten.
Das SLI-Verliererfeld führten Partners Group (-8,4 Prozent) an. Die Titel setzen damit ihre jüngste Kursschwäche im Zuge der KI-Ängste fort. Auch weitere Finanzwerte wie Julius Bär (-2,1 Prozent) und UBS (-1,9 Prozent) kamen unter Druck.
Mit VAT (-2,1 Prozent), Logitech (-1,0 Prozent) und in den hinteren Reihen Comet (-2,1 Prozent) und Inficon (-1,5 Prozent) gaben auch Tech-Werte nach. In der Branche dürften die im Verlauf der Woche anstehenden Zahlen des Chip-Giganten Nvidia ein wichtiger Test sein.
Ebenfalls im Minus notierten Vertreter der Gesundheitsbranche wie Galderma (-3,6 Prozent), Straumann (-2,6 Prozent), Sonova (-1,2 Prozent), Sandoz (-1,0 Prozent) und Alcon (-0,8 Prozent). Sandoz und Alcon werden in dieser Woche Zahlen vorlegen. Bei Sonova dürfte die gedämpfte Umsatzguidance nachwirken, die CEO Eric Bernard in einem Interview gegeben hatte.
An der Spitze des Kurstableaus waren derweil die defensiven Swisscom (+1,8 Prozent) zu finden. Auch die Titel des Versicherers Zurich (+1,3 Prozent) waren gefragt, während andere Branchenvertreter wie Swiss Re und Helvetia Baloise (je -0,2 Prozent) sowie Swiss Life (-0,1 Prozent) leicht tiefer schlossen.
Etwas Unterstützung lieferten die beiden Pharmaschwergewichte Novartis (+1,2 Prozent) und Roche (+0,7 Prozent) sowie der Lebensmittelriese Nestlé (+0,6 Prozent).
In den hinteren Reihen sackten Belimo (-10,0 Prozent) nach Zahlen ab. Als leise Enttäuschungen wurden in Marktkreisen die Dividende sowie der vorsichtige Ausblick wahrgenommen.
Unter Druck kamen auch Bachem (-13,7 Prozent), Ypsomed (-8,9 Prozent) und PolyPeptide (-7,5 Prozent) nach eher enttäuschenden Studienergebnissen von Novo Nordisk zu CagriSema. Das Konkurrenzpräparat Tirzepatide von Lilly erscheine überlegen, hiess es im Handel.
Sulzer (-2,2 Prozent) fielen nach einer Abstuftung von Research Partners zurück. Dagegen schnellten Leclanché um knapp 27 Prozent in die Höhe. Der Batteriehersteller erhielt frische Mittel durch eine Finanzierungsvereinbarung mit strategischen Partnern.
Zudem notierten Also (+3,6 Prozent) nach einem positiven Kommentar von Baader Helvea höher.
ls/mk
(AWP)

