Gemäss dem Nachrichtenportal «Axios» sollen die USA, der Iran und der Oman kurz vor einer Vereinbarung zur Öffnung der für den Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus stehen. Von beiden Seiten bestätigte Fortschritte stünden hingegen weiterhin aus und entsprechend bleibe die Nervosität am Markt hoch, so ein Marktteilnehmer. Der Ölpreis zog im Tagesverlauf wieder etwas an und die Nordseesorte Brent notiert gegen Mittag wieder über 80 US-Dollar je Barrel.

Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke auf den ADP-Arbeitsmarktbericht sowie den ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor. Die Daten gelten als wichtige Hinweise auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag und damit auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.

Dritter Tagesanstieg in Folge

Der Leitindex SMI gewinnt gegen 11.00 Uhr 0,26 Prozent hinzu auf 14'499,81 Punkte. Damit zeichnet sich ein dritter Handelstag mit Gewinnen in Folge ab. Vom Rekordhoch der vergangenen Woche bei 14'656 Punkten ist der Leitindex aber noch ein gutes Stück entfernt. Der Mid-Cap-Index SMIM legt mit plus 1,41 Prozent auf 3127,48 Punkte deutlich stärker zu, während der breite SPI um 0,48 Prozent auf 20'426,22 Punkte steigt.

Damit bewegt sich der Schweizer Markt im Gleichschritt mit den übrigen europäischen Börsen. So erreichten der deutsche DAX und der französische CAC 40 zum Handelsstart neue Rekordstände, gaben im weiteren Verlauf jedoch ebenfalls einen Teil ihrer Gewinne wieder ab.

Zu den stärksten Blue Chips zählen Amrize (+1,4 Prozent). Das von Holcim abgespaltene Unternehmen wird am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Halbjahreszahlen vorlegen. Ebenfalls gefragt und eine starke Stütze sind die defensiven Schwergewichte Novartis (+1,3 Prozent) und Nestlé (+1,0 Prozent). Am Ende des Tableaus stehen Richemont (-1,7 Prozent). UBS (-0,8 Prozent) leiden unter der Schwäche europäischer Banktitel.

Sandoz ziehen kräftig an

Einen Kurssprung vollzieht der künftige SMI-Titel Sandoz (+7,7 Prozent). Der Generikahersteller sieht sich nach einem starken ersten Halbjahr auf gutem Weg, seine Jahresziele zu erreichen. Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Geschäft mit Biosimilars.

In der zweiten Reihe blieb der Transformatorenhersteller R&S (-2,5 Prozent) mit seinen Halbjahreszahlen hinter den Erwartungen zurück. Im Technologiesektor zeigt sich nach den jüngsten Kursgewinnen ein gemischtes Bild. AMS Osram (+4,8 Prozent) und VAT (+0,9 Prozent) legen weiter zu, während Inficon (-0,6 Prozent) und Comet (unverändert) etwas an Schwung verlieren. Sensirion (+6,2 Prozent) profitieren derweil deutlich von einer Kurszielerhöhung durch die UBS.

Unter Druck stehen Bachem (-2,8 Prozent) und Ypsomed (-3,0 Prozent). Belastend wirken laut Analysten enttäuschende Studiendaten zum Adipositasmittel CagriSema von Novo Nordisk. Dadurch bestünden Risiken für die mittelfristigen Wachstumsaussichten der Schweizer Zulieferer, heisst es.

Gestützt werden dagegen Burckhardt (+2,2 Prozent) und Swissquote (+1,7 Prozent) von neuen Kaufempfehlungen.

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(AWP)