Neben dem Fed stehen diese Woche auch die Zinsentscheidungen Grossbritanniens und Japans und wichtige Konjunkturzahlen bevor. Am Dienstag wird etwa die erste Schätzung aus dem Euroraum für das BIP im zweiten Quartal und am Mittwoch für die Inflation veröffentlicht. Weiter stehen ab Mittwoch täglich US-Arbeitsmarktdaten auf dem Programm. Dagegen geht es hierzulande etwas gemächlicher zu als in der Vorwoche, in der 40 Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt hatten. Insgesamt berichten diese Woche, die durch den Schweizer Nationalfeiertag am Donnerstag verkürzt ist, nur elf Firmen. Darunter sind allerdings am Dienstag die Blue Chips SIG und Sika und am Mittwoch noch Swisscom.
Der Leitindex SMI notiert nach einem Tageshoch auf 12'299 Punkten um 11.15 Uhr noch um 0,11 Prozent höher auf 12'254,95 Punkten. Der SLI, in dem die drei wichtigsten Werte enthalten sind, ist mit 1986,06 Zählern (+0,01 Prozent) praktisch unverändert. Derweil rückt der breite SPI um 0,13 Prozent vor auf 16'268,15 Zähler. Im SLI ziehen 16 Titel an und 13 geben nach. Einer (Partners Group) ist unverändert.
Mit einem Kursplus von 2,8 Prozent auf 36,91 Franken führen Sandoz die Gewinner im SLI an. Der Generikaspezialist profitiert laut Händlern zum einen von Käufen vor dem am 8. August erwarteten Halbjahresergebnis und zum anderen von einer Kaufempfehlung mit Kursziel 45 Franken von Barclays.
Gefragt sind zudem die beiden ebenfalls als defensiv geltenden Aktien von Givaudan (+1,0 Prozent) und Swisscom (+0,7 Prozent) sowie Kühne + Nagel (+0,9 Prozent).
Nestlé (+1,1 Prozent) seien dabei, sich von dem Kursrutsch nach Zahlenvorlage in der vergangenen Woche zu stabilisieren, heisst es am Markt.
Dies gelte auch für Julius Bär (+0, Prozent). Die Bär-Aktie war in vergangenen Woche nach dem Halbjahresbericht stark unter Druck geraten und hatte sich bisher kaum erholen können. Zu den Gewinnern zählen noch weitere Finanzwerte wie UBS (+0,9 Prozent), Swiss Life (+056 Prozent) und Zurich (+0,3 Prozent).
Auf der anderen Seite haben sich im Verlauf die Gewinnmitnahmen bei Holcim (-1,5 Prozent) und Richemont (-1,6 Prozent) ausgeweitet. Auch ABB (-0,3 Prozent) seien auf Konsolidierungskurs.
Dies gilt auch für Roche (Inh. -1,0 Prozent und GS -0,5 Prozent). Zunächst hatte ein Medienbericht Roche noch Auftrieb gegeben. In einem Interview mit der «Financial Times» sagte CEO Thomas Schinecker, die Entwicklung der Medikamente gegen Fettleibigkeit würden forciert. Die ersten Arzneien sollen «deutlich schneller» auf den Markt kommen als erwartet. Roche hatte kürzlich positive Studiendaten mit einem GLP1-Kandidaten veröffentlicht. «Nach dem starken Lauf, den der Bon hatte, tut eine Verschnaufpause gut», sagt ein Händler. Roche hat dank dem jüngsten Lauf und wegen der aktuellen Schwäche von Nestlé den Lebensmittelriesen als wertvollstes Schweizer Unternehmen abgelöst.
Im breiten Markt sind Coltene (+1,8 Prozent) gesucht. In einem Interview mit AWP sagte CEO Dominik Arnold, er sehe das Unternehmen nach dem schwachen Vorjahr auf Kurs. «Die negativen Einflüsse, die wir damals gespürt haben, sind jetzt weitgehend vorbei», sagte er.
pre/tv
(AWP)