Die gedämpfte Risikobereitschaft der Anleger zeigt sich auch in den deutlichen Kursverlusten im Bitcoin seit Anfang der Woche. Dieser war von über 74'000 Dollar auf zeitweise unter 66'000 Dollar gefallen, zuletzt wurden wieder rund 67'000 Dollar bezahlt. Derweil bleiben die Ölpreise hoch und liegen weiterhin nur knapp unter der Marke von 100 US-Dollar. Im Tagesverlauf rücken einige wichtige Konjunkturdaten in den Fokus, darunter am Nachmittag der ADP-Jobbericht, der ISM-Dienstleistungsindex, Auftragseingänge sowie am Abend der Konjunkturbericht der US-Notenbank. Zuletzt hatte die robuste US-Konjunktur wieder Spekulationen auf Zinserhöhungen befeuert.

Partners Group sacken ab

Der Swiss Market Index (SMI) fällt gegen 10.50 Uhr um 0,72 Prozent zurück auf 13'209,95 Punkte. Von den 20 SMI-Aktien geben mittlerweile 16 nach. Der SMIM der mittelgrossen Werte verliert 0,32 Prozent auf 2974,92 Punkte und der breite SPI 0,63 Prozent auf 18'734,55 Punkte.

Am Indexende brechen Partners Group (-16,9 Prozent) auf ein neues Mehrjahrestief ein. Der Privatmarkt-Spezialist bestätigte einen Bericht, wonach die Rücknahmen bei einem seiner Private-Equity-Fonds auf 5 Prozent des Nettoanlagewert (NAV) eingeschränkt wurden. Im zweiten Quartal lagen die Rücknahmebegehren für den Fonds mit 9,8 Prozent klar über dieser Schwelle.

Unter den wenigen Gewinnern zeigen sich Geberit (+0,6 Prozent) an der Indexspitze. Nachdem das bisherige Aktienrückkaufprogramm früher beendet wurde, startet der Sanitärtechnikkonzern nahtlos ein Neues, ebenfalls im Volumen von maximal 300 Millionen Franken. Auch die drei recht stabilen Schwergewichte Nestlé (-0,1 Prozent), Novartis (-0,3 Prozent) und Roche (unv.) bewahren den SMI vor gröberen Verlusten.

Gewinnmitnahmen bei Tech und Uhren

Bei Tech-Titeln wie Logitech (-2,2 Prozent), VAT (-0,9 Prozent) oder AMS Osram (-0,3 Prozent) kommt es nach den starken Vortagesgewinnen nun zu Gewinnmitnahmen. Dabei läuft in den USA die KI-Rally weiter auf Hochtouren - HP nach einem starken Ausblick oder Marvell Technology legten massiv zu. Die geplante Kapitalaufnahme von 80 Milliarden Dollar über neue Aktien bei der Google-Mutter Alphabet für den KI-Ausbau kam indes nicht gut an.

Die beiden Uhrenkonzerne Richemont (-1,3 Prozent) und Swatch (-1,1 Prozent) geben ebenfalls einen Teil ihrer Vortagesgewinne, die sie den Exportdaten und der Stabilisierung in wichtigen asiatischen Märkten verdankten, wieder ab. Beide Titel hatten zuletzt generell kräftig hinzugewonnen, Swatch erreichten am Vortag sogar ein neues Hoch seit Anfang 2024.

Lonza (-1,9 Prozent) verlieren nach einer Kurszielsenkung durch HSBC, obwohl die Analysten weiter über den aktuellen Kursniveau liegen und auch an der Einstufung «Buy» festhalten.

dm/hr

(AWP)