Die Unsicherheit rund um den Iran-Krieg bleibt unverändert hoch. So verweist etwa die Commerzbank in einem Kommentar auf die Ungewissheit, ob nun neue Gespräche geführt würden oder nicht und die unterschiedlichen Aussagen der Parteien dazu. Sicher sei lediglich, dass die Strasse von Hormus geschlossen bleibe. Auch die von den USA verlängerte Waffenruhe hat die Spannungen nicht entschärft. Laut verschiedenen US-Medien könnte der Waffenstillstand lediglich für wenige Tage gelten. In Asien steht denn auch die Mehrheit der wichtigsten Indizes im Minus und der Ölpreis hat sich derzeit bei rund 103 US-Dollar je Fass der Sorte Brent erstmals seit rund zwei Wochen wieder klar über der Marke von 100 Dollar etabliert.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.15 Uhr um 0,06 Prozent tiefer bei 13'060,00 Punkten. Bliebe die Kurstafel bis zum Handelsende rot, wäre damit der vierte Verlusttag in Folge hintereinander. Nach vier Wochen mit jeweils steigenden Kursen, zeichnet sich damit erstmals auch wieder eine negative Gesamtwoche ab.
Mehrheit der Titel gibt nach - Nestlé und Roche nicht
Die Mehrheit der vorbörslich gehandelten Titel steht im Minus.
Im Blickpunkt stehen indes Nestlé (+1,1 Prozent), welche nach Umsatzangaben zum ersten Quartal höher gestellt werden. Gelobt wird in Analystenkreisen insbesondere das starke reale interne Wachstum (RIG).
Roche (+0,3 Prozent) legen vorbörslich nach Zahlen ebenfalls etwas zu. Der Pharmakonzern hat mit seinen Umsatzzahlen für das erste Quartal die Erwartungen des Marktes mehr oder weniger getroffen. Auch die Bekräftigung des Ausblicks auf das Gesamtjahr ist keine Überraschung.
Weiter im Fokus stehen auch UBS (-0,9 Prozent). Das am Vortag vom Bundesrat vorgelegte Regulierungspaket sorgt erwartungsgemäss für kontroverse Reaktionen und wird von der Bank abgelehnt.
ABB (+0,1 Prozent) könnten an die gute Performance des Vortages anknüpfen. Die starken Zahlen vom Vortag haben verschiedene Analysten zu Kurszielerhöhungen veranlasst, dazu gehören etwa Citigroup, Barclays oder JPMorgan.
Gegen den Trend ziehen jeweils nach Zahlen Galderma (+2,2 Prozent) und SGS (+1,7 Prozent) deutlich und Schindler (+0,7 Prozent) moderater an.
cf/jb
(AWP)
