Entsprechend sanken die Notierungen an den Energiemärkten zum Teil deutlich. Der Preis für ein Fass Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent gab um bis zu sieben Prozent nach und fiel zweitweise sogar unter die Marke von 90 Dollar, zuletzt betrug das Minus noch gut fünf Prozent auf knapp 92 US-Dollar. Der Gaspreis sackte sogar um neun Prozent ab.
Diese Woche im Fokus steht vor allem die US-Zinspolitik. Die amerikanische Notenbank Fed wird nämlich am Mittwochabend (hiesiger Zeit) ihren nächsten Zinsentscheid fällen. Gemäss dem Fed-Watch-Tool von CME gehen zwei Drittel der Befragten von unveränderten Zinsen aus, immerhin ein Drittel der Befragten erwartet gar eine Zinserhöhung.
Viele Unternehmensnews im Laufe der Woche
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI um 08.15 Uhr 0,44 Prozent höher bei 14'390 Punkten, wobei 19 der 20 Einzeltitel zumeist im Bereich der Indexveränderung höher gestellt werden. Der Mid-Cap-Index SMIM wird mit +0,66 Prozent auf 3100 Zähler ebenfalls höher erwartet.
In der vergangenen Woche verlor der SMI per Saldo 0,1 Prozent, wobei Nestlé mit einem Wochenminus von 5,7 Prozent den Index stark belastete und die Roche PS mit einem Plus von 6,3 Prozent ein starkes Gegengewicht dazu bildeten. Aktuell bewegt sich der Schweizer Leitindex nicht allzu weit weg vom Höchststand vom 6. Juli bei 14'464 Zählern.
Wichtige bzw. kursbewegende Unternehmensnews gibt es am Montag keine. Ab dem Dienstag geht dann die Berichtssaison im grossen Stil weiter. Insgesamt stehen fast 30 Unternehmen auf der Agenda. Mit Sika (Dienstag), Logitech (Dienstagabend), UBS (Mittwoch) und Holcim (Freitag) werden auch wieder vier SMI-Konzerne über das vergangene Quartal berichten. Auch international bleibt die Unternehmensberichterstattung im Fokus: unter anderem sind Zahlen der wichtigen US-Technologiefirmen Microsoft, Meta, Amazon und Apple angesagt.
Hierzulande dürften die Zahlen der Grossbank UBS wohl am meisten Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Händlern zufolge erhielten die Aktien der UBS im Zuge erfreulich starker Quartalsabschlüsse bei den grossen US-Banken bereits kursseitige Vorschusslorbeeren. Die Latte sei für die grösste Schweizer Bank deshalb hoch angesetzt, heisst es.
Einziger Verlierer sind vorbörslich Zurich (-0,6 Prozent). Gemäss Medienberichten hat die Finma beim Versicherer ein Enforcement-Verfahren eingeleitet. Im Zentrum stehen mögliche Mängel im internen Kontrollsystem.
uh/hr
(AWP)
