In den USA hat eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell neue Zinsbefürchtungen ausgelöst. Powell versicherte, das Fed werde nicht zögern, die Zinsen nochmal anzuheben, wenn es sich als angemessen erweisen sollte, dies zu tun. Zuvor war eine Auktion für 30-jährige US-Staatsanleihen «katastrophal» gelaufen, wie ein Händler sagt. In der Folge zogen die Renditen klar an. Dies zusammen mit den erneut aufkeimenden Sorgen vor einem erneuten Shut-Down in den USA sei Grund genug für Investoren, sich vor dem Wochenende an die Seitenlinie zurückzuziehen.
Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI fällt gegen 08.20 Uhr um 0,58 Prozent auf 10'583,70 Punkte. Alle 20 SMI-Werte werden tiefer erwartet.
Mit einem Minus von 5 Prozent fällt die Reaktion auf die Halbjahreszahlen vom Luxusgüterkonzern Richemont klar negativ aus. Zwar ist der Konzern auch in einem schwierigen Umfeld weiter gewachsen, hat aber die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten überwiegend nicht erreicht. Richemont sei dem «Club der Moderaten» beigetreten, heisst es etwa bei Bernstein.
Unter den enttäuscht aufgenommenen Zahlen leiden auch die Papiere des Branchenkollegen Swatch, die sich vorbörslich um 3 Prozent verbilligen.
In den hinteren Reihen fallen noch die Aktien von Vontobel auf mit -2,9 Prozent. Laut Händlern hat die Citigroup die Aktien neu auf «Sell» abgestuft.
hr/tv
(AWP)