Marktteilnehmer sehen die Finanzmärkte derzeit zwischen zwei gegenläufigen Kräften. Auf der einen Seite sorgt die anhaltende Begeisterung rund um das Thema Künstliche Intelligenz, insbesondere in den USA, weiterhin für Unterstützung. Auf der anderen Seite bleiben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ein Belastungsfaktor. Trotz verschärfter Rhetorik und widersprüchlicher Signale gehen viele Anleger davon aus, dass die diplomatischen Gespräche vorerst fortgesetzt werden. Der Ölpreis gab zuletzt leicht nach: Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 94,16 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.
Die Bank Julius Bär berechnet den Leitindex SMI am Dienstagmorgen gegen 08.15 Uhr um 0,52 Prozent höher bei 13'375 Punkten. Sämtliche SMI-Titel werden vorbörslich im Plus gesehen. Am Montag hatte der Leitindex allerdings noch 1,75 Prozent eingebüsst.
Logitech grösster Gewinner
An der Spitze des SMI stehen vorbörslich die Aktien von Logitech (+2,6 Prozent), die von positiven Vorgaben aus den USA profitieren. Im Fokus steht zudem ABB (+0,5 Prozent). Der Industriekonzern will die bereits im vergangenen Oktober angekündigte Partnerschaft mit dem US-Chiphersteller Nvidia weiter ausbauen.
Im breiten Markt führen die Titel von SoftwareOne (+2,7 Prozent) die Gewinnerliste an, nachdem die UBS ihr Kursziel erhöht hat. Unauffällig reagieren derweil die Titel des Schokoladenherstellers Barry Callebaut (+0,4 Prozent) auf die Präsentation neuer Mittelfristziele.
Optisch gesehen zählen derweil Clariant (-4,2 Prozent oder -0,34 Fr.) zu den grössten Verlierern. Die Papiere werden aber ex Dividende (0,42 Fr.) gehandelt. Ebenfalls deutlich schwächer werden die Titel von Avolta (-4,0 Prozent) erwartet. Laut einem Reuters-Bericht soll ein grösseres Aktienpaket am Reisedetailhändler den Besitzer wechseln.
Daneben richten sich die Blicke der Anleger auch auf Zahlen zu den Uhrenexporten, welche bei Richemont und Swatch für Bewegung sorgen könnten.
an/hr
(AWP)
