Die Vorzeichen aus Übersee sind eigentlich eher negativ. So geben die asiatischen Börsen überwiegend nach, wobei vor allem die technologielastigen südkoreanischen Indizes unter Druck sind. Auch in den USA setzte sich die Schwäche zuletzt fort und der S&P 500 schloss am Montag den dritten Handelstag in Folge im Minus.

Ölpreis weiter auf hohem Niveau

Angesichts der angespannten geopolitischen Lage verharrt der Ölpreis auf erhöhtem Niveau. Die Nordseesorte Brent notiert aktuell bei rund 113 US-Dollar je Fass, nachdem sie am Vorabend zeitweise bis knapp 116 Dollar gestiegen war. Damit hat er seit Ausbruch des Konflikts um rund 60 Prozent zugelegt.

Die Märkte bewegen sich dabei zwischen zwei gegensätzlichen Tendenzen: Einerseits belasten Sorgen über eine mögliche weitere Eskalation im Nahen Osten, andererseits sorgen Aussagen von Donald Trump über «ernsthafte Gespräche» mit dem Iran für Entspannung.

Die Unsicherheit bleibt auch am Schweizer Markt hoch. Gemessen am Volatilitätsindex VSMI wird für den heutigen Handelstag eine grosse Schwankungsbreite von rund 1,26 Prozent erwartet.

SMI erneut im Plus

Die Bank Julius Bär berechnet den Leitindex SMI vorbörslich gegen 08.10 Uhr um 0,56 Prozent höher bei 12'740,00 Punkten. Nach dem positiven Wochenstart könnte sich am Dienstag damit der Aufwärtstrend fortsetzen.

Alle Blue Chips ausser Givaudan (-0,4 Prozent) sind dabei im Plus. Der Aromen- und Riechstoffhersteller wird durch eine Rückstufung von Berenberg belastet. Vorbörslich grösster Gewinner ist UBS (+1,1 Prozent), die von einem Bericht der «Financial Times» zu einem möglichen Kompromiss in der Kapitalfrage profieren.

Holcim (+0,4 Prozent) zeigen sich dagegen unauffällig. Der Zementkonzern hat gestern wie angekündigt eine Mehrheitsbeteiligung an der peruanischen Cementos Pacasmayo mit einem Jahresumsatz von 630 Millionen US-Dollar übernommen. Die Transaktion soll das Wachstum in Lateinamerika beschleunigen und bereits im ersten Jahr einen positiven Gewinnbeitrag leisten.

Im breiten Markt geben VAT (-3,0 Prozent) vorbörslich deutlich nach. Das Unternehmen muss bei den Zielen für das erste Quartal zurückbuchstabieren. Ebenfalls im Minus sind DKSH (-3,5 Prozent), wobei diese heute Ex-Dividende gehandelt werden.

Dagegen profitieren Sonova (+1,4 Prozent) von einer Ratingerhöhung aus dem Haus JPMorgan.

an/rw

(AWP)