Zuletzt kamen von der US-Notenbank uneinheitliche Signale zur geldpolitischen Ausrichtung. Einige Vertreter brachten die Möglichkeit zusätzlicher Zinsanhebungen ins Spiel, andere deuteten dagegen stabile Leitzinsen an. An den Märkten wird keine weitere Straffung erwartet und auf erste Zinssenkungen ab Mitte kommenden Jahres gesetzt. Heute Abend wird US-Notenbankchef Jerome Powell an einer Paneldiskussion des IWF inklusive Fragerunde zu den Herausforderungen der Geldpolitik teilnehmen. Andere Impulse sind dagegen dünn gesät. An kursbewegenden Konjunkturdaten stehen lediglich die Erstanträge auf US-Arbeitslosenunterstützung auf dem Programm.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich um 08.15 Uhr um 0,25 Prozent höher bei 10'621,61 Punkten. Die 20 SMI-Werte werden um bis zu 0,7 Prozent höher indiziert.
Den stärksten Aufschlag verbuchen Zurich (+0,7 Prozent). Der Versicherer hat Zahlen zum Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten veröffentlicht. Nach Ansicht der ZKB sind die Volumenzahlen vor allem im Nicht-Lebengeschäft gut, wobei die Schätzungen mit grossen Unsicherheiten behaftet waren, weil die Zurich erstmals im Rahmen der IFRS-17-Anpassungen ein Neunmonatsergebnis vorlegte. Positiv aufgenommen wird aber vor allem, dass die Gruppe nun ergänzend zur Dividende einen zusätzlichen Aktienrückkauf in Erwägung zieht.
Fester gestellt werden zudem Roche GS (+0,6 Prozent). Händler verweisen hier darauf, dass der Multiple-Sklerose-Test Elecsys Neurofilament Light Chain (NfL) von der US-Zulassungsbehörde FDA das Prädikat «Breakthrough» (Durchbruch) erhalten hat.
Auf den hinteren Rängen stechen Comet mit einem Kursplus von 2,2 Prozent heraus. Das Technologieunternehmen hat die Mittelfristziele nach oben angepasst, diese jedoch gleichzeitig zeitlich weiter nach hinten verschoben.
Bei dem Reisedetailhändler Avolta (+0,2 Prozent) ändert nach der Namensänderung nun auch das Tickersymbol. Die zuvor Dufry genannte Firma wechselt den Ticker-Code ab (heutigem) Donnerstag in AVOL um.
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(AWP)