Auch international ist der Unternehmenskalender mehr als gut gefüllt. Besonders aus den USA legen zahlreiche Firmen diverser Branchen Ergebnisse vor, nachbörslich mit der Google-Mutter Alphabet auch einer der «Magnificent 7». Und auch ein Blick auf den Konjunkturkalender dürfte sich lohnen. Da der offizielle US-Arbeitsmarktbericht trotz Ende des Shutdowns nicht wie geplant am Freitag veröffentlicht wird, dürfte den Daten des privaten Anbieters ADP besondere Beachtung zukommen. Und auch der ISM-Serviceindex sollte auf Interesse stossen.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.10 Uhr um 0,43 Prozent tiefer bei 13'315 Punkten.
Beim Pharmaschwergewicht Novartis (-1,7 Prozent) zeigt sich verstärkt die Konkurrenz durch Generika. Der Umsatz stieg nur um 1 Prozent, beim etwas höheren Kern-Gewinn wurden die Erwartungen erfüllt. Beim Ausblick schlagen die Basler zudem ungewohnt vorsichtige Töne an. Dämpfer kommen auch von der Konkurrenz - so enttäuschte am Vortag Pfizer und Novo Nordisk gab einen schwachen Ausblick. Konkurrent Roche (-0,2 Prozent) geben nur leicht nach.
Indes hat die UBS (+0,8 Prozent) durchwegs überzeugt. Die Grossbank hat inmitten der planmässig verlaufenden CS-Integration und der hitzigen Kapitaldiskussion einen Milliardengewinn erzielt und damit die Schätzungen der Analysten massiv übertroffen. Zudem sind weitere Aktienrückkäufe geplant und die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.
Der Versicherer Zurich (-0,2 Prozent) nimmt einen neuen Anlauf, den Mitbewerber Beazly zu kaufen. Der Preis werde auf 1335 Pence je Aktie erhöht und damit läge die Offerte bei rund 8,0 Milliarden Pfund.
Bei Nestlé (-0,2 Prozent) reissen derweil die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Nahrungsmittelkonzern ruft eine weitere Charge seiner Säuglingsmilch zurück. Unterdessen plant der neue Konzernchef Philipp Navratil einem Medienbericht zufolge einen strategischen Konzern-Umbau mit dem Fokus auf künftig noch vier Geschäftssäulen.
AMS Osram (+6,1 Prozent) verkauft einen Teil des Sensorgeschäfts an Infineon. Konkret erhält der Technologiekonzern 570 Millionen Euro in bar für den Geschäftsbereich, der nicht-optische Sensoren für die Automobil-, Industrie- und Medizintechnik anbietet.
Abseits der dichten Nachrichtenlage könnten auch Studien für Bewegung sorgen. So hat die UBS die Einstufung für EFG (-2,2 Prozent) auf «Neutral» von «Buy» zurückgestuft.
dm/ra
(AWP)

