Stattdessen geben einmal mehr die steigenden Öl- und Energiepreise die Richtung an den Finanzmärkten vor. Im Nahost-Konflikt halten die gegenseitigen Angriffe und Drohungen an, und der Schiffsverkehr in Strasse von Hormus befindet sich auf einem Tiefststand. Derweil traten am heutigen Morgen die erwarteten neuen US-Zölle in Kraft. Insgesamt gelten sie für 60 Länder - darunter auch die Schweiz. Die Auswirkungen dürften sich nach Ansicht von Ökonomen vorerst in Grenzen halten, da die neuen Zölle lediglich als Ersatz für die auslaufenden generellen Zölle fungieren.
Ölpreise weiter hoch
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.20 Uhr um 0,10 Prozent höher bei 14'235 Punkten. Alle Blue Chips werden zwischen 0,1 (Mehrzahl) und 0,4 Prozent (Richemont) höhergestellt. Der Mid-Cap-Index SMIM wird mit +0,17 Prozent ebenfalls höher erwartet.
Derweil verharren die Ölpreise nach dem zuletzt sprunghaften Anstieg infolge der erneuten Eskalation des Iran-Krieges weiter über der Marke von 100 US-Dollar. Der zwischenzeitlich von den Konfliktparteien zurückgefahrene Iran-Krieg war Anfang des Monats aufs Neue eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Strasse von Hormus beschossen hatten. Die USA schlugen inzwischen die 13. Nacht in Folge mit Angriffen zurück. Seither hat der Brent-Preis um mehr als 40 Prozent zugelegt.
Nach der Zahlenwelle vom Vortag fällt die Ergebnisliste zum Wochenschluss etwas überschaubarer aus. SMI-Schwergewichte haben sich nicht zu Wort gemeldet, wohl aber das SMIM-Mitglied SGS (+1,1 Prozent). Der Prüf- und Zertifizierungskonzern SGS ist in der ersten Jahreshälfte 2026 weiter gewachsen und hat die Profitabilität gesteigert.
Aus den hinteren Reihen fallen zunächst Vontobel (+4,1 Prozent) auf, nachdem die Bank die Erwartungen übertroffen hat.
hr/to
(AWP)
