Das allgemeine Börsensentiment befindet sich laut einem Marktteilnehmer weiterhin im Spannungsfeld zwischen Zinssorgen mit Blick auf die USA und Zinshoffnungen für Europa. Erst am Vortag hatte der Chef der französischen Zentralbank Spekulationen über einem expansiveren Kurs der EZB angeheizt. Allerdings kommen aus EZB-Kreisen auch Mahnungen, wonach das Risiko bestehe, dass die Teuerung unter das angepeilte Inflationsziel fallen könnte.
Der von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht gegen 8.15 Uhr 0,21 Prozent höher bei 12'172,23 Punkten. Dabei legen bis auf Logitech alle SMI-Titel zu.
Im Fokus stehen am Donnerstag Lonza, welche nach einem Trading-Update zum Stand nach neun Monaten vorbörslich 1,2 Prozent höher stehen. Der Pharmaauftragsfertiger hat dabei die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt und von einem Geschäftsverlauf im dritten Quartal innerhalb der Erwartungen gesprochen. In ersten Kommentaren seitens der Analysten werden die News denn auch als tendenziell neutral für den Aktienkurs gewertet.
Die Mehrheit der übrigen SMI-Werte ziehen im Bereich von rund +0,2 Prozent an, mit Ausnahme der erwähnten Logitech (-0,8 Prozent). Diese scheinen nach dem ungnädig aufgenommenen Semesterergebnis vom Dienstag noch nicht aus dem Tief zu finden.
Im breiten Markt fallen Temenos nach Zahlen mit einem Minus von 2,8 Prozent auf. Jeweils nach Angaben zum Geschäftsverlauf nach neun Monaten büssen auch Bucher (-2,8 Prozent) und Inficon (-1,8 Prozent) vorbörslich deutlicher an Terrain ein. Bucher hat dabei die Prognosen für die Gewinnmarge im Gesamtjahr leicht gesenkt.
Tecan (-1,6 Prozent) schwächeln nach einer deutlichen Kurszielsenkung durch Oktavian.
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(AWP)