Folglich griffen die USA erneut Ziele in Iran an. Da der Kalender Firmen- wie Makroseitig weiterhin dünn bleibt, dürften die Schlagzeilen rund um den Nahen Osten weiterhin die Richtung an den Märkten vorgeben.
Stützend wirken am Berichtstag die Vorgaben der Wall Street, wo die Tendenz insgesamt behauptet war. Auch die Märkte in Ostasien stecken die jüngste Eskalation im Iran-Krieg relativ gut weg.
Ölpreis zieht weiter an
Fakt bleibt aber, dass gleichzeitig die Ölpreise weiter anziehen. Zuletzt kostete ein Fass der Sorte Brent über 78 US-Dollar; der Preis liegt damit so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.13 Uhr 0,50 Prozent höher bei 14'245 Punkten. Am Mittwoch war es noch um 1,3 Prozent nach unten gegangen.
Im Fokus der Anleger stehen die Papiere von Kühne+Nagel (+0,7 Prozent) und Swisscom (+0,3 Prozent), welche im September den SMI verlassen müssen. Mit der geplanten Aufnahme von Sandoz (+1,1 Prozent) und Galderma (+1,6 Prozent) macht der Leitindex einen weiteren Schritt in Richtung «Swiss Pharma Index», wie Marktbeobachter anmerken.
UBS verteuern sich um 0,8 Prozent. Die Grossbank hat von den US-Behörden mehr Rechtssicherheit für den Fall einer Abwicklung in einer Krise erhalten.
Auf der anderen Seite geht es mit den Papieren des Privatmarkt-Spezialisten Partners Group um 1,2 Prozent nach unten. Im Vorfeld der kommende Woche erwarteten ersten Zahlen gerät das Unternehmen ins Visier verschiedener Analysten. So hat etwa die UBS ihr Votum auf «Neutral» gesenkt.
Barry nach Zahlen im Plus
Im breiten Markt notieren Barry Callebaut 4,6 Prozent höher. Der Schokoladenkonzern hat erstmals seit über zwei Jahren in einem Quartal wieder ein positives Volumenwachstum erzielt und die Prognose fällt leicht zuversichtlicher aus.
Ypsomed (Aktie +2,6 Prozent) ist gemäss eigenen Angaben erfolgreich ins Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Das Unternehmen habe im ersten Quartal 14 neue Kundenprojekte gewonnen und damit den bisherigen Quartalsdurchschnitt übertroffen.
Einen Blick wert sein könnten im Tagesverlauf die Aktien der hiesigen Pharmazulieferer und -ausrüster. Denn der Mitbewerber Schott Pharma aus Deutschland hat nach einem starken Quartal die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht. Das könnte auch die hiesigen Werte stützen, hiess es.
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(AWP)
