«Nach nun fast drei Monaten Krieg im Iran haben die Märkte eine emotionale Achterbahnfahrt hinter sich und die Unsicherheit wird nicht verschwinden, solange der Konflikt nicht endgültig gelöst ist», sagte eine Händlerin. Abseits der Tech-Branche, die mittlerweile die Kursrally quasi alleine auf ihren Schultern trage, kämpften fast alle Branchen mit den hohen Energiepreisen. Im Tagesverlauf geben weitere Stimmungsindikatoren wie der Ifo-Geschäftsklimaindex oder das Konsumentenvertrauen der Uni Michigan weitere Hinweise auf die konjunkturelle Lage.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.10 Uhr um 0,55 Prozent höher bei 13'520 Punkten. Die vergangenen acht Handelstage hatte der SMI bereits im Plus geschlossen, wenn auch teils nur hauchdünn.
Richemont und Bär im Fokus
Im Fokus stehen Richemont (+1,2 Prozent) mit ihren Jahreszahlen für 2025/26. Dank der Schmucksparte erzielte der Luxusgüterkonzern zwar mehr Umsatz, blieb beim Gewinn aber hinter den Erwartungen zurück. Punkten konnte das Unternehmen aber auch mit einer Sonderdividende. Konkurrent Swatch (+0,8 Prozent) waren vorbörslich ebenfalls leicht gefragt.
Auch Julius Bär (kein vb-Kurs) berichteten über die Entwicklung in den ersten vier Monaten. Die Zahlen sind recht gemischt. So lagen die Kundenvermögen und insbesondere das Nettoneugeld klar unter den Erwartungen, bei der Bruttomarge und den Kosten schnitt Bär jedoch besser ab.
Derweil will die UBS (+0,9 Prozent) die Führung des EMEA Wealth Management von Zürich in den Nahen Osten verlegen. Partners Group (-2,4 Prozent oder -21,25 Fr.) liegen nur optisch im Minus. Die Titel werden ex Dividende von 46,00 Franken gehandelt.
In der zweiten Reihe könnten Clariant (+2,6 Prozent) von einer Hochstufung durch JPMorgan profitieren. Nach den überdurchschnittlichen Verlusten im Zuge des Nahost-Konflikts sehen die Analysten nun einen guten Einstiegszeitpunkt.
dm/hr
(AWP)
