Marktteilnehmer warnen zunehmend vor einer «Gefahrenzone» am US-Anleihemarkt. Vor allem die stark steigenden Renditen langfristiger US-Staatsanleihen könnten die Inflations- und Zinssorgen weiter verschärfen, heisst es. So stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe auf den höchsten Stand seit 2007.

Als besonders anfällig gelten derzeit hoch bewertete Wachstums- und Technologieaktien. Der Fokus richtet sich am Mittwoch entsprechend auf die Techwerte, wobei Nvidia als letzter Konzern aus der Gruppe der «Magnificent 7» am Abend seine Quartalszahlen vorlegen wird. Ein Augenmerk liegt zudem auf Inflationsdaten aus der Eurozone, dem Fed-Sitzungsprotokoll am Abend sowie dem US-Ölmarktbericht.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Mittwochmorgen gegen 08.10 Uhr um 0,60 Prozent tiefer bei 13'285 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex noch um 0,94 Prozent höher geschlossen.

Von den SMI-Werten werden sämtliche 20 Titel im Minus erwartet. Die Verluste reichen von Richemont (-0,8 Prozent) bis Swisscom (-0,3 Prozent). Auch in den hinteren Reihen dominieren tiefere Kurse.

Gegen den Trend klar gesucht sind Ypsomed (+1,5 Prozent). Das Medizintechnikunternehmen überzeugte mit starken Jahreszahlen und kündigte zudem eine Verdoppelung der Dividende an.

Auch EFG International (+0,4 Prozent) notieren leicht im Plus. Der Vermögensverwalter erzielte in den ersten vier Monaten einen Rekordgewinn und verzeichnete starke Zuflüsse an Neugeldern.

Zulegen können zudem Flughafen Zürich (+1,6 Prozent) und Sonova (+1,0 Prozent) nach neuen Kaufempfehlungen durch Exane BNP beziehungsweise CFRA.

an/rw

(AWP)