Derweil arbeiten Washington und Teheran trotz der Angriffe gegen den Iran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Die Märkte gingen denn auch davon aus, dass sich diese jüngste Eskalation als begrenzt und von kurzer Dauer erweisen werde, heisst es in einer Einschätzung von IG. Ein Händler bezeichnete die jüngsten Entwicklungen als «keineswegs überraschend», sie würden dem altbekannten Schema folgen: Der Iran gehe an die Grenzen des Friedensabkommens, die USA reagierten mit Gegenmassnahmen, US-Präsident Donald Trump sage etwas Verrücktes, alle gerieten ein wenig in Panik, dann behaupte der US-Präsident, der Iran habe Kontakt aufgenommen, um alles zu klären, und die Lage beruhige sich wieder.

Ölpreis wieder tiefer

Die Ölpreise befinden sich entsprechend wieder auf dem Rückzug. Nachdem am Mittwoch der Preis für ein Fass der Sorte Brent erstmals seit über zwei Wochen wieder kurzzeitig über 80 US-Dollar geklettert war, sanken die Preise am Vortag bereits wieder kontinuierlich. Im frühen Geschäft liegt der Preis bei gut 76 Dollar.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.15 Uhr 0,07 Prozent höher bei 14'225 Punkten.

Dabei notiert die Mehrheit der Blue Chips rund 0,1 Prozent höher. Etwas deutlicher gesucht sind Amrize (+0,6 Prozent), während ABB (-0,4 Prozent) im Vorfeld der Halbjahreszahlen von kommender Woche als einzige ein negatives Vorzeichen aufweisen.

Im breiteren Markt scheinen Barry Callebaut (-0,9 Prozent) an die schwache Performance des Vortages im Anschluss an die Neunmonatszahlen anzuknüpfen.

cf/to

(AWP)