Die Marktteilnehmer seien weiter verunsichert. Zuletzt seien einige Wirtschaftsdaten besser als erwartet ausgefallen, was wieder Inflationssorgen geschürt habe, sagt ein Händler. Es könnte also auch sein, dass das Fed noch mehr tun müsse, um die Wirtschaft zu bremsen, sagt auch ein Analyst. "Eine Gratwanderung für Fed-Chef Jerome Powell", fasst er die Ausgangslage zusammen. Er müsse in seiner Rede seine Absichten möglichst klar ausdrücken, ohne die Märkte zu verschrecken. Kurzfristig könnten die im Laufe des Morgens und am Nachmittag in Europa und in den USA anstehenden Einkaufsmanagerindizes für Bewegung sorgen, heisst es weiter. Zudem wird nach Börsenschluss in den USA der vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) profitierende Halbleiterkonzern Nvidia seine Ergebnisse vorlegen.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI legt um 08.15 Uhr 0,23 Prozent zu auf 10'901,14 Punkte. Am Vortag hat der SMI nach einem zeitweise starken Verlauf die Gewinne wieder abgegeben und nur noch ein Plus von 0,25 Prozent ins Trockene bringen können. 19 der 20 SMI-Aktien werden höher gestellt. Einzig UBS (-0,1%) sind leichter.

Die Aufschläge erstrecken sich von +0,4 Prozent (für ABB) bis +0,1 Prozent (für Roche).

Etwas auffälliger sind die Ausschläge im SMIM. Die Aktien von Autoneum (+2,2%) werden nach den Halbjahreszahlen fester indiziert. Der Autozulieferer hat sich im ersten Halbjahr 2023 auf allen Stufen deutlich verbessert. Eine Grossübernahme half dabei stark. Zudem wurden die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt.

Auf der anderen Seite werde Sensirion (-6,7%) deutlich tiefer gestellt. Der Gewinn beim Sensorenhersteller ist im ersten Semester 2023 fast komplett weggebrochen. Die Guidance für die Betriebsmarge wurde nun noch einmal nach unten angepasst.

pre/rw