Eine toxische Mischung aus Zinsängsten, der Auflösung hoch gehebelter Positionen und Gewinnmitnahmen treibe derzeit Investoren in die Flucht, kommentiert ein Experte die Entwicklung. Dies belaste den Technologiesektor insgesamt, denn die Anleger hinterfragten zunehmend, ob sich die immensen Investitionen auch in nützlicher Frist monetarisieren lassen. «Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht», kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Dazu belastet viele Unternehmen auch das Thema KI-Konkurrenz.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.10 Uhr um 0,30 Prozent tiefer bei 13'425 Punkten. Damit steuert der SMI trotzdem auf eine positive Wochenbilanz von rund zwei Prozent zu. Noch am Mittwoch hatte der Leitindex zudem mit 13'588 Zählern ein Rekordhoch erreicht.

19 SMI-Werte werden tiefer gestellt. Die Abschläge erstrecken sich von -0,2 Prozent (für Swisscom) bis -0,6 Prozent (für UBS). Einzig Amrize (+0,5 Prozent) werden höher gestellt.

Bei den nicht SMI-Werten fallen Vontobel (+2,2 Prozent) nach Zahlen positiv auf. Der Vermögensverwalter hat 2025 den Gewinn erhöht. Dabei hat das Zürcher Institut dank eines starken Geschäfts mit Privatkunden deutliche Neugeldzuflüsse verbucht. Allerdings flossen im Geschäft mit institutionellen Kunden unter dem Strich noch Gelder ab.

Die Aktien der EMS Chemie (-0,2 Prozent) sind dagegen nach Zahlen eine Spur leichter indiziert. Der Chemiekonzern hat 2025 bei einem etwas tieferen Umsatz den Gewinn abermals gesteigert. Geholfen hat eine Verkaufsoffensive mit profitablen Neugeschäften. Zudem wird die Dividende erhöht.

pre/hr

(AWP)