Mit den robusten Nvidia-Zahlen scheinen die KI-Sorgen aufs erste in den Hintergrund zu treten. Allerdings rücken damit andere Risiken in den Fokus. So warnt etwa die UBS vor steigenden Ausfallrisiken im Private-Credit-Markt, die durch technologische Umbrüche zusätzlich verstärkt werden könnten. Vor dem Hintergrund militärischer Spannungen gehen heute auch die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in eine entscheidende Runde - Delegationen beider Länder treffen sich heute erneut in Genf. Im Fokus stehen hierzulande auch zahlreiche Unternehmen aus den hinteren Reihen, die ihre Zahlen offen legten.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich um 8.15 Uhr um 0,30 Prozent tiefer bei 13'935 Punkten. Damit wird der Leitindex klar unter der Marke von 14'000 Punkten gesehen, die er am Dienstag erstmals überschritten hatte.

Grösster Verlierer im SMI sind Amrize (-2,1 Prozent) und Alcon (-0,6 Prozent), die zuletzt einen starken Lauf hatten. Swiss Re (+0,1 Prozent) werden als einziger Titel leicht höher gesehen. Händler verweisen hier unter anderem auf Munich Re oder Axa mit Zahlen. Bei den übrigen Blue Chips profitieren VAT (+0,6 Prozent) vom anhaltenden KI-Boom.

Im breiten Markt legen Clariant (+1,9 Prozent) deutlich zu. Der Chemiekonzern hat mit den Zahlen die Umsatzerwartungen erfüllt und bei den Margen besser abgeschnitten als erwartet. Auch Emmi (+0,4 Prozent) konnte den Gewinn klar steigern und erhöhte zudem die Dividende.

Tiefer erwartet werden Temenos (-1,1 Prozent), dies allerdings nach einem Kursprung um 13,4 Prozent am Vortag. Von einer Kurszielerhöhung der UBS profitieren derweil Forbo (+0,9 Prozent).

an/uh

(AWP)