Damit droht eine dramatische Eskalation des Krieges. Die US-Börsen hielten sich dennoch knapp im Plus und klammerten sich an die Hoffnung einer Waffenruhe in letzter Minute. «Solange der Krieg anhält und die Energiepreise hoch bleiben, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Erholung. Der Markt hängt zwischen Eskalationsangst und der Hoffnung auf Waffenstillstand fest, während das Ende des Ultimatums immer näher rückt», sagte ein Händler am Morgen.
Ölpreis weiter hoch
Knackpunkt bleibt der Ölpreis. Ein Fass der Sorte Brent kostete am Morgen über 111 US-Dollar. Seit Kriegsbeginn vor rund sechs Wochen zog der Ölpreis um etwas mehr als die Hälfte an. Die Länder der OPEC+ einigten sich zwar auf eine Quotenerhöhung für Mai, äusserten aber gleichzeitig Sorgen vor Angriffen auf die Energieinfrastruktur.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr mit 0,1 Prozent auf 12'970 Punkten im Minus. Damit bleibt der Schweizer Leitindex aber in Sichtweite der psychologisch wichtigen Marke von 13'000 Zählern.
Der Pharmasektor dürfte im Fokus stehen, nachdem die USA hohe Zölle auf patentgeschützte Medikamente angekündigt haben. Für Schweizer Pharmaexporte soll indes ein reduzierter Zollsatz von 15 Prozent gelten. Zudem haben die beiden grossen Pharmakonzerne Roche (-0,1 Prozent) und Novartis (-0,1 Prozent) bereits im Dezember einen Einigung mit der US-Regierung erzielt.
Alcon (+0,4 Prozent) bringt derweil eine neue Kunstlinse für Katarakt-Operationen in den USA auf den Markt.
Tech-Werte wie Logitech (-0,1 Prozent) oder VAT (-0,1 Prozent) könnten nach den Zahlen von Samsung einen Blick wert sein. Der südkoreanische Elektronikkonzern hat zwar mit seinem Rekordergebnis im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen, die Aktie drehte nach ersten Gewinnen dann aber doch ins Minus.
Derweil gab Ems-Chemie (-0,6 Prozent) den Startschuss für die hiesige Berichtssaison zum ersten Quartal. Der Spezialchemiekonzern hat die Erwartungen der Analysten verfehlt.
dm/rw
(AWP)

