Laut Händlern sind die Ölpreise in diesen Tagen so etwas wie der Seismograph für die Nervosität der Finanzmärkte und zeigten mit Notierungen weiter nahe 100 Dollar je Barrel für die Sorte Brent, wie fragil die Lage im Nahen Osten sei. Zudem gebe es nach den jüngsten Kursanstiegen erste Ermüdungserscheinungen, sowohl hierzulande als auch in Übersee. «Das drohende Sommerloch wird langsam in den Köpfen der Anleger präsenter», so ein Börsianer. Passend dazu ist die heutige Agenda quasi leergefegt, marktbewegende Konjunkturdaten stehen nicht an.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,33 Prozent höher auf 13'570 Punkten. Weder im SMI noch im breiten Markt gibt es vorbörsliche Verlierer, einzig ex-Dividende-Titel wie Helvetia Baloise oder SoftwareONE weisen rote Vorzeichen auf.

Auch die Nachrichtenlage präsentiert sich sehr ausgedünnt. Ein Auftrag aus China könnte sich leicht positiv für ABB (+0,7 Prozent) auswirken. Der Industriekonzern liefert für ein intelligentes Chemiewerk in Zhangzhou die Automations- und Digitaltechnik.

Dank der Vorgaben sollten Tech-Werte wie Logitech (+0,3 Prozent), VAT (+0,7 Prozent) oder AMS Osram (+0,4 Prozent) einmal mehr im Blick behalten werden. Besonders stark ging es in New York für die Micron-Titel nach einer positiven Studie nach oben. Mit einem Plus von fast 20 Prozent durchbrach der Konzern erstmals beim Börsenwert die Marke von einer Billion Dollar. In Asien sprangen SK Hynix oder auch Samsung kräftig an. Hierzulande sorgt bei Comet (+3,3 Prozent) eine satte Kurszielerhöhung der UBS für gute Stimmung.

Auch weitere Analystenkommentare könnten bewegen. So erhielt Huber+Suhner (+1,2 Prozent) von der Bank Vontobel eine kräftige Kurszielerhöhung, die Einstufung bleibt aber «Hold».

dm/ra

(AWP)