Im Gegenteil: US-Präsident Donald Trump kündigte nach den Gesprächen in Islamabad eine Seeblockade der Strasse von Hormus an. Dies, obwohl die Öffnung der wichtigen Handelsroute immer seine Herzensangelegenheit war.
Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.
Ölpreise steigen, Aktien verlieren
Bei den Ölpreisen kam es in der Folge wieder zu einem Anstieg. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostete zur Eröffnung am Montag 101,97 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
Am Aktienmarkt rechnen Händler im Gegenzug mit sinkenden Kursen und einem nervösen Handel zum Start in die neue Woche. Bereits in Asien war es mit den wichtigsten Indizes um gut 1 Prozent nach unten gegangen. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die Strasse von Hormus abhängig.
Den Schweizer Leitindex SMI berechnet die Bank Julius Bär gegen 08.15 Uhr um 1,01 Prozent tiefer bei 13'050 Punkten. Der deutsche Dax wird um 1,2 Prozent schwächer erwartet.
Zu Einzelwerten gibt es wenig Nachrichten, die Abgaben ziehen sich mehr oder weniger durch alle Sektoren. Dabei kommen vor allem konjunktursensible Papiere wie ABB (-2,4 Prozent), Sika (-1,1 Prozent) oder Richemont (-1,2 Prozent) unter die Räder.
Aber auch die Schwergewichte wie Novartis (-0,9 Prozent) und Roche (-1,1 Prozent) werden tiefer indiziert. Nestlé büssen 0,8 Prozent ein.
Die UBS büssen ebenfalls überdurchschnittliche 1,1 Prozent ein. Am Nachmittag startet in den USA die Berichtssaison der Branchenkollegen. Den Startschuss liefert der Branchenprimus Goldman Sachs.
Partners Group ziehen gegen den Trend um 0,3 Prozent an. Der Privatmarktspezialist hatte in einem überraschend vorgelegten Zwischenbericht klar positive Vermögenszuflüsse vermeldet. Zudem bestätigte das Finanzinstitut seine Jahresprognosen.
Das hat auch der Industriekonzern Sulzer getan, dessen Papiere gleichwohl um 3,4 Prozent sinken. Die Winterthurer haben im ersten Quartal klar weniger Neubestellungen an Land gezogen.
Polypeptide verteuern sich um 6 Prozent. Laut Bloomberg hat der Peptidhersteller das Interesse mehrerer Private Equity-Gesellschaften auf sich gezogen.
ra/hr
(AWP)

