Der Jobmarkt ist für die Geldpolitik des Fed von entscheidender Bedeutung. Ein starker Arbeitsmarkt sei wichtig für das Konsumverhalten und dieses halte den Inflationsdruck am Leben. «Denn konsumiert wird eben nur dann, wenn die privaten Haushalte monetär gut aufgestellt sind und etwas auf der hohen Kante haben», meint ein Händler. Damit seien Arbeitsmarkt und Lohnentwicklung die Stellschrauben der Geldpolitik, sagt ein Analyst. Fallen die Jobdaten schwach aus, könnte sich der Anstieg der Börsen fortsetzen, sagt ein Analyst. Ein weiterer starker Arbeitsmarktbericht würde die Anleger dagegen erneut vom Fed abhängig machen. Denn die Zentralbanken haben nach wie vor sämtliche Türen offen gelassen, um die Geldpolitik - sofern nötig - wieder zu verschärfen. Damit sei es auch keineswegs sicher, dass das November-Rally nahtlos in ein Jahresendrally übergehe, heisst es.
Die Bank Julius Bär berechnet den vorbörslichen SMI um 08.15 Uhr um 0,31 Prozent höher mit 10'624,30 Punkten. Damit verläuft der Auftakt in den Börsenmonat November weiter verheissungsvoll. Der SMI hat nach einem insgesamt sehr schwachen Oktober (-5,2 Prozent) in den ersten zwei Novembertagen fast 2 Prozent aufgeholt. Und auch auf Wochensicht zeichnet sich bisher mit mehr als +2,5 Prozent eine positive Bilanz ab.
Von den 20 SMI-Werten gewinnen alle bis auf Swiss Re bis zu 0,4 Prozent hinzu. Swiss Re aber rücken um 1,3 Prozent vor. Der Rückversicherer hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Milliardengewinn erzielt, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch rote Zahlen geschrieben hatte, und damit die Markterwartungen übertroffen. Dabei hat das Unternehmen von erfolgreichen Erneuerungen von Rückversicherungsverträgen sowie von steigenden Kapitalerträgen profitiert. Insgesamt ergab sich ein Überschuss von 2,47 Milliarden US-Dollar. Swiss Re hält an den Finanzzielen für das Gesamtjahr fest.
Auf den hinteren Reihen werden die Kurse ebenfalls um bis zu 0,4 Prozent höher indiziert.
pre/tv
(AWP)