Die geringe Bewegung bei den meisten Papieren erklärt sich mit widersprüchlichen US-Vorgaben, und auch aus Asien gibt es unterschiedliche Signale. Die jüngsten Markodaten helfen auch nicht: Die besser als erwartet ausgefallen US-Inflationszahlen vom Vortrag treffen auf schlechter als erwartete Wachstumsdaten aus China.
Derweil geht der Krieg im Nahen Osten weiter und belastet die Stimmung. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, «es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln», sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Die Attacken würden weitergehen, «bis ich sage, dass es genug ist». Der Iran reagierte offenbar mit Gegenschlägen auf Kuwait und Bahrain. Beim zuletzt stark gestiegenen Ölpreis ging es in der Folge erneut leicht aufwärts.
Im Tagesverlauf gibt es erneut Ergebnisse von US-Finanzinstituten sowie einige zweitrangige Konjunkturdaten, etwa Angaben zu den Produzentenpreisen. Am Abend wird ausserdem der Konjunkturbericht der US-Notenbank veröffentlicht.
Richemont schnellen um 8 Prozent hoch
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Mittwochmorgen gegen 08.10 Uhr 0,37 Prozent höher bei 14'295,00 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex um 0,17 Prozent nachgegeben.
Diese Plus verdankt der Leitindex alleine Richemont, die im SMI über ein relativ starkes Gewicht verfügen. Der Schmuck- und Uhrenkonzern blieb im ersten Quartal auf Wachstumskurs. Er steigerte den Umsatz kräftig und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Vorbörslich sorgt dies für ein Plus von 8,2 Prozent. Im Windschatten ziehen am breiten Markt auch Swatch I um 4,0 Prozent an.
Alle anderen SMI-Titel neben Richemont werden zwischen 0,1 und 0,2 Prozent tiefer erwartet.
Am breiten Markt fallen DocMorris (+2,8 Prozent) nach Zahlen und Oerlikon (+4,8 Prozent) nach einem Analystenkommentar positiv auf.
Leicht aufwärts geht es ausserdem mit Technologietiteln wie VAT (+0,3 Prozent) oder Comet (+0,5 Prozent) nach guten Zahlen des holländischen Halbleiterspezialisten ASML.
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(AWP)
