Aber auch das Sitzungsprotokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung sorge für eine gewisse Erleichterung, heisst es im Handel. Laut der Mitschrift hat sich die geldpolitische Debatte in der Fed verschoben. Die Leitzinsen seien nun nahe dem Gipfel. Entsprechend sollte sich die Diskussion weniger um die Frage nach der Höhe der Zinsen drehen, sondern vielmehr darum, wie lange der Zins auf erhöhtem Niveau gehalten werden solle. Im Tagesverlauf stehen nun die US-Konsumentenpreise im Fokus. Als generell positiv werten Börsianer auch die Nachrichten aus China, dass ein chinesischer Staatsfonds Aktien der grössten Banken des Landes kaufte.
Die Bank Julius Bär stellt den vorbörslichen SMI gegen 08.25 Uhr um 0,23 Prozent höher bei 10'064,20 Punkten. Sämtliche SMI-Titel werden mit Auftaktgewinnen erwartet.
Die Berichtssaison ist hierzulande gestartet. Der Duftstoff- und Aromenspezialist Givaudan (+0,3 Prozent) hat den Anfang gemacht. Zwar hat sich im dritten Quartal eine Belebung beim Tagesgeschäft eingestellt. Die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten bleibt aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Schuld ist vor allem der starke Franken.
VAT (+1,7 Prozent) ziehen unterdessen klarer an. Der Vakuumventil-Hersteller bekommt weiterhin die Schwäche der Halbleiterindustrie zu spüren und muss auch im dritten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang vermelden. Auch der Auftragseingang ist deutlich unter dem Vorjahresniveau ausgefallen. In einem ersten Kommentar heben die Experten von Baader Helvea hervor, dass die schwächeren Auftragseingänge verkraftbar seien.
In der zweiten Reihe geben Bossard (-3,6 Prozent) dagegen nach den vorgelegten Zahlen klar nach. Der Industriezulieferer hat im dritten Quartal 2023 erneut die wirtschaftliche Abkühlung in Europa und Asien zu spüren bekommen. Wie schon im zweiten Quartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück. Auch bei Bossard bremste der starke Franken.
Derweil werden Helvetia-Aktien (-2,3 Prozent) nach einer neu ausgesprochenen Verkaufsempfehlung durch Berenberg mit Auftaktverlusten erwartet.
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(AWP)