Die schrittweise Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus dürfte in den kommenden Tagen beginnen. Dabei liess die Aussicht auf eine Normalisierung der Lieferketten die Ölpreise am Montag um knapp 5 Prozent sinken. Ein Fass Brent kostet derzeit gegenüber dem Vortag wenig verändert rund 83 US-Dollar und damit so wenig wie seit Anfang März nicht mehr.
Parallel dazu richtet sich der Fokus der Investoren zunehmend auf die Geldpolitik. Mit Spannung erwartet wird der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwochabend, von dem sich die Märkte Hinweise auf den weiteren Zinspfad und die Konjunkturaussichten erhoffen. «Die Geldpolitik könnte die geopolitischen Themen schon bald wieder als wichtigsten Taktgeber an den Börsen ablösen», sagt ein Marktbeobachter. In der Schweiz folgt am Donnerstag die geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
SMI leicht im Plus
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.10 Uhr 0,16 Prozent höher bei 13'740 Punkten. Von den 20 Titeln sind die Gewinner mit 14 klar in der Überzahl. Der Schweizer Leitindex hatte am Vortag im Tagesverlauf die anfänglichen Gewinne abgegeben und gebremst von den defensiven Schwergewichten nur ganz knapp im Plus geschlossen.
Grösste vorbörsliche Gewinner sind Novartis (+0,9 Prozent), die einen Teil der Vortagesverluste wieder wettmachen können. Auf der Gegenseite geben Zurich Insurance (-0,5 Prozent) am deutlichsten nach.
Unternehmensnachrichten sind derweil dünn gesät. Im Blick bleiben die Technologiewerte, nachdem der Nasdaq am Montag rund 3 Prozent zugelegt hatte und die anhaltende KI-Euphorie den Sektor weiter stützte. Die hiesigen Werte wie VAT und AMS-Osram sind vorbörslich leicht im Minus, wobei Händler auf mögliche Gewinnmitnahmen verweisen.
Am breiten Markt geben Huber+Suhner (-3,6 Prozent) nach einer Rückstufung durch Berenberg am deutlichsten nach. Auch Siegfried (-3,5) Prozent sind nach einer Ratingsenkung der UBS vorbörslich unter Druck.
an/to
(AWP)
