Die Nvidia-Aktien rutschen am Mittwoch nachbörslich um knapp 7 Prozent ab und zogen auch andere grosse US-Halbleitertitel nach unten. Analysten fanden für die Nvidia-Zahlen im zweiten Quartal in ersten Reaktionen zwar überwiegend lobende Worte, als Haar in der Suppe machten sie vor allem die Prognose für die Profitabilität aus. «Die Aktie war nachbörslich schwach, aber die Story bleibt solide», lautete das Fazit eines Analysten. Der Kursrücksetzer bei den Techtiteln könnte denn auch eher kurzfristig sein, heisst es.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnet SMI notiert um 08.15 Uhr um 0,09 Prozent tiefer bei 12'336,99 Punkten. Das bisherige Jahreshoch bei 12'434 von Mitte Juli bleibt damit in Reichweite. Im bisherigen Wochenverlauf gab es per Saldo kaum Bewegung: Der SMI schloss am Mittwoch praktisch auf demselben Stand wie am vergangenen Freitag.

Halbjahresabschlüsse oder sonst kursbewegende News zu einzelnen Unternehmen gibt es am Donnerstag keine. Entsprechend halten sich auch die Ausschläge ziemlich in Grenzen. Klar grösster Verlierer im SMI sind wegen den Nvidia-News Logitech (-2,1 Prozent), aber auch diverse Nicht-SMI-Titel aus dem Technologiesektor wie VAT, Comet, Inficon, U-blox oder Ams Osram verlieren vorbörslich in der gleichen Grössenordnung.

Gewinner gibt es vorbörslich nur einen, und zwar Lonza (+0,4 Prozent auf 558,13 Fr.). Die Titel des Basler Pharmazulieferers profitieren von einer Kurszielerhöhung auf 625 Franken durch den Broker Octavian. Vor allem für die Bereiche Small Molecules und Cell&Gene erwartet die zuständige Analystin eine positive Entwicklung in nächster Zeit. Aber auch grundsätzlich bewertet sie die langfristigen Wachstumsaussichten mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von fast 14 Prozent pro Jahr bis 2028 als robust. Lonza ist mit einem Plus von 57 Prozent im bisherigen Jahresverlauf klarer Leader im SMI.

uh/tv

(AWP)